Die Campbell Soup Company hat ihre jüngsten Quartalszahlen veröffentlicht – doch was bedeuten Verlust, massive Kostensenkungen und eine gekürzte Dividende für die Zukunft des Konzerns?
Welche Auswirkungen haben die Kostensenkungen auf Campbell Soup?
Als Reaktion auf die schwierige Lage hat die Campbell Soup Company ein umfassendes Kosteneinsparprogramm angekündigt, das bis zum Geschäftsjahr 2030 Einsparungen von 500 Millionen US-Dollar generieren soll. Erste Schritte dieses Programms sind bereits eingeleitet worden, darunter die Schließung von Snack-Fabriken in Hyannis und Jeffersonville sowie Personalabbau. Insgesamt wurden mehr als 1.750 Stellen oder rund 13 % der Belegschaft abgebaut. Diese Maßnahmen sollen die Margen schützen und höhere Investitionen in die Marken des Unternehmens ermöglichen.Finanzvorstand Todd Cunfer betonte, dass diese Schritte darauf abzielen, die Geschwindigkeit und Verantwortlichkeit zu verbessern und gleichzeitig Margen und Cashflow zu unterstützen. Trotz dieser Bemühungen erwartet das Management weiterhin ein volatiles externes Umfeld und eine erhöhte Inflation im kommenden Geschäftsjahr 2027.Warum senkt Campbell Soup die Dividende?
Ein weiterer einschneidender Schritt ist die Kürzung der Quartalsdividende um 36 % von 39 Cent auf 25 Cent pro Aktie. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Schuldenreduzierung zu beschleunigen und die Bilanz des Unternehmens zu stärken. Die jährliche Ausschüttung sinkt damit auf 1 US-Dollar pro Aktie. Die neue Dividende wird am 2. November an Aktionäre ausgezahlt, die am 1. Oktober registriert sind. Diese Maßnahme verdeutlicht den Fokus des Managements auf die langfristige finanzielle Stabilität des Unternehmens, auch wenn sie kurzfristig für Dividendenjäger enttäuschend ist.Analysten wie David Shanko von William Blair sehen in der Dividendensenkung einen Versuch, den Schuldenabbau zu beschleunigen. Er betrachtet die konservative Prognose und die Kommentare des Managements als eine “Neueinstellung der Erwartungen”, die für die Aktie positiv bewertet werden könnte, ähnlich wie bei anderen Lebensmittelunternehmen in den letzten Monaten.Wie sind die Analystenmeinungen zu den Campbell Soup Quartalszahlen?
Die Analysten reagierten gemischt auf die jüngsten Entwicklungen und die Campbell Soup Quartalszahlen. RBC Capital-Analyst Nik Modi behielt am 31. August 2026 seine “Sector Perform”-Einstufung mit einem Kursziel von 21 US-Dollar bei. David Palmer von Evercore ISI Group stufte die Aktie als “In-Line” ein und senkte sein Kursziel von 23 auf 22 US-Dollar. UBS-Analyst Peter Grom behielt sein “Sell”-Rating bei, erhöhte aber das Kursziel von 17 auf 18 US-Dollar. TD Cowen-Analyst Robert Moskow hielt an einem “Hold”-Rating fest und erhöhte das Kursziel von 20 auf 22 US-Dollar, ebenso wie JP Morgan-Analyst Thomas Palmer, der sein “Neutral”-Rating beibehielt und das Kursziel von 20 auf 22 US-Dollar anhob.Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert die Campbell Soup Company einen organischen Umsatzrückgang von 2 % bis 4 % und bereinigte Gewinne pro Aktie zwischen 1,65 und 1,80 US-Dollar. Diese Prognosen liegen unter den Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt einen geringeren Umsatzrückgang und höhere Gewinne pro Aktie von 1,83 US-Dollar erwartet hatten. Die Aktie ist seit Jahresbeginn um etwa 15 % gefallen und setzte ihren Abwärtstrend nach der Bekanntgabe der Ergebnisse fort, mit einem Rückgang von über 9 % im frühen Handel. Dies ist der größte prozentuale Rückgang seit Mai 2018.Unsere Performance ist nicht da, wo sie sein muss, und wir ergreifen entschlossene Maßnahmen, um sie zu verbessern.— Mick Beekhuizen, CEO Campbell Soup Company
Die aktuellen Campbell Soup Quartalszahlen offenbaren eine schwierige Phase für das Traditionsunternehmen, das mit rückläufigen Umsätzen und einem Verlust zu kämpfen hat. Die massive Dividendensenkung und die angekündigten Kosteneinsparungen sind deutliche Signale für die Notwendigkeit einer Neuausrichtung. Für Anleger bedeutet dies, dass Geduld gefragt ist, da das Management einen langfristigen Turnaround anstrebt.




