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Modernes Rechenzentrum mit leuchtenden Server-Racks, symbolisiert das Cloud-Wachstum bei Oracle Quartalszahlen.
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Oracle Quartalszahlen: Aktie steigt um 3,3% dank KI-Boom und Rekordaufträgen

ORCL Oracle Corporation
$162.12 +3.34 (+2.10%)
Mkt Cap
P/E (FWD)
Yield
52W High

Trotz hoher Investitionen und fallendem Kurs im letzten Jahr: Warum sehen Analysten bei den Oracle Quartalszahlen ein enormes Potenzial?

Erwähnte Aktien
ORCL
Kurs bei Erstellung · 164,23$ +3,29%
Oracle Corporation

Was treibt den Optimismus bei Oracle Quartalszahlen an?

Obwohl der Aktienkurs von Oracle im letzten Jahr um fast 28 % und seit Jahresbeginn um 17,74 % gefallen ist, halten Wall-Street-Analysten an ihren bullischen Kurszielen fest. Der Konsens liegt bei 242,05 US-Dollar, was ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs von 164,22 US-Dollar darstellt. Dieser Optimismus speist sich hauptsächlich aus der Rolle von Oracle als einem der größten Anbieter von KI-Infrastruktur und dem rasanten Wachstum seines Cloud-Geschäfts. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz im Cloud-Infrastruktur-Bereich um beeindruckende 93 % auf 5,8 Milliarden US-Dollar. Ein entscheidender Faktor ist auch der Auftragsbestand, die sogenannten Remaining Performance Obligations (RPO), die um 363 % auf 638 Milliarden US-Dollar anstiegen. Dieser enorme Auftragsbestand, von dem 12 % in den nächsten 12 Monaten und weitere 34 % innerhalb von 13 bis 36 Monaten realisiert werden sollen, bietet eine außergewöhnliche Visibilität für zukünftiges Umsatzwachstum.

Wie beeinflussen hohe Investitionen die Finanzen von Oracle?

Die Kehrseite der Medaille sind die massiven Investitionen, die Oracle tätigt, um seine KI-Infrastruktur auszubauen. Im Geschäftsjahr 2026 beliefen sich die Kapitalausgaben auf 55,663 Milliarden US-Dollar, was zu einem negativen freien Cashflow von 23,69 Milliarden US-Dollar führte. Die Gesamtverbindlichkeiten erreichten 218,703 Milliarden US-Dollar. Für das Geschäftsjahr 2027 plant das Management weitere 40 Milliarden US-Dollar an neuen Schulden und Eigenkapitalfinanzierungen, darunter eine bereits laufende Eigenkapitalemission von 20 Milliarden US-Dollar. Die Netto-Investitionsausgaben für das Geschäftsjahr 2027 werden auf rund 70 Milliarden US-Dollar geschätzt. Diese aggressiven Ausgaben haben bei einigen Investoren Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit geweckt und zum Kursrückgang beigetragen. Allerdings argumentiert das Management, dass ein Großteil dieser Ausgaben bereits durch vertragliche Verpflichtungen gedeckt ist, wobei 75 Milliarden US-Dollar des RPO auf Vorauszahlungen oder von Kunden bereitgestellte GPUs entfallen.

Analysten bleiben trotz Herausforderungen bullish

Trotz der hohen Kapitalausgaben und der damit verbundenen Bedenken bleiben viele Analysten bei ihren positiven Einschätzungen. Morgan Stanley hob sein Kursziel für Oracle auf 210 US-Dollar an und verwies auf das Cloud-Wachstum und die KI-Ausgaben. Auch Guggenheim bestätigte sein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 400 US-Dollar. Die Analysten stützen ihre Zuversicht auf die starke Nachfrage nach KI-Workloads und die Fähigkeit von Oracle, sich als kostengünstige und flexible Plattform für diese Anwendungen zu positionieren. Die globale GPU-Auslastung liegt bei 97,5 %, was auf eine hohe Nachfrage nach Kapazitäten hindeutet. Darüber hinaus wuchs das Multicloud AI Database-Geschäft im vierten Quartal um 404 %, was die Strategie von Oracle unterstreicht, sich in den Cloud-Umgebungen von Amazon, Google und Microsoft zu etablieren, anstatt direkt mit ihnen zu konkurrieren. Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2027 sehen einen Umsatz von 90 Milliarden US-Dollar und ein Non-GAAP-EPS von 8,05 US-Dollar vor.

Welche Rolle spielen Partnerschaften und der Auftragsbestand?

Die engen Beziehungen von Oracle zu Unternehmen wie OpenAI und die Bereitstellung erheblicher Rechenkapazitäten sind ein weiterer Grund für den Optimismus. Der erfolgreiche Start des Astra-Modells von OpenAI wird als positives Zeichen für die Nachfrage nach Oracles Diensten gewertet. Der massive Auftragsbestand von 638 Milliarden US-Dollar ist nicht nur eine Kennzahl, sondern ein Indikator für langfristige vertragliche Verpflichtungen der Kunden. CFO Hilary Maxson betonte, dass dieser RPO eine außergewöhnliche Sichtbarkeit für zukünftiges Umsatzwachstum bietet. Für das Geschäftsjahr 2027 wird erwartet, dass Oracle fast 77 Milliarden US-Dollar aus diesem RPO als Umsatz verbuchen wird, gefolgt von jährlich etwa 108 Milliarden US-Dollar in den Geschäftsjahren 2028 und 2029. Diese Umwandlung des Backlogs in Umsatz soll das Wachstum des Unternehmens in den kommenden Jahren beflügeln und die Investitionen in die Infrastruktur rechtfertigen.

Oracle und Rigetti Computing: Investitionen in die Zukunft der Technologie

Die hohen Investitionen in Zukunftstechnologien sind ein wiederkehrendes Thema im Technologiesektor. Während Oracle mit seinen bevorstehenden Oracle Quartalszahlen zeigt, wie Anleger trotz hoher Ausgaben und steigender Schulden von der KI-Rallye profitieren, steht auch die Quantencomputing-Branche vor ähnlichen Herausforderungen. So beleuchtet ein Artikel zur Rigetti Computing Finanzierung, wie eine 100 Millionen Dollar schwere Finanzspritze der US-Regierung dem Unternehmen zum Durchbruch verhelfen könnte, aber auch die damit verbundenen Auflagen.

„Oracle ist im vergangenen Jahr um 27,98 % und seit Jahresbeginn um 17,74 % gefallen, und jeder weitere Rückgang sah für mich eher wie ein Geschenk als eine Warnung aus. Der Grund ist einfach: Oracle ist stillschweigend zum günstigsten und flexibelsten Ort für die Ausführung von KI-Workloads in großem Maßstab geworden.“
— Ein Analyst
Fazit

Die bevorstehenden Oracle Quartalszahlen werden entscheidend sein, um die Nachhaltigkeit des aggressiven Investitionskurses in KI-Infrastruktur zu bewerten. Trotz eines negativen freien Cashflows und steigender Verbindlichkeiten stützen Analysten ihre bullischen Prognosen auf den massiven Auftragsbestand und das Potenzial im KI-Sektor. Für Anleger ist es wichtig, die Konvertierung des RPO in Umsatz und die Entwicklung des freien Cashflows genau zu beobachten. Die nächsten Quartalszahlen könnten die Weichen für die zukünftige Bewertung der Oracle-Aktie stellen und zeigen, ob sich die hohen Investitionen auszahlen.

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Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

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