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Adidas Nike: Schwache Nike-Zahlen belasten Adidas vor eigenem Bericht
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Adidas Nike: Schwache Nike-Zahlen belasten Adidas vor eigenem Bericht

ADS.DE Adidas
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Börsenwert
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1,93 %
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Quelle: Yahoo Finance

Können die schwachen Zahlen von Nike wirklich als Indikator für Adidas dienen, oder gibt es entscheidende Unterschiede, die Anleger beachten sollten?

Erwähnte Aktien
ADS
Kurs bei Erstellung · 143,13€ +0,33%
Adidas

Was zeigen die Zahlen von Nike?

Nike verfehlte mit einem Umsatz von 11,21 Milliarden Dollar die Analystenerwartung von 11,32 Milliarden Dollar. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal betrug vier Prozent. Zum Gewinn je Aktie und zu einer Analystenerwartung dafür liegen in den vorliegenden Angaben keine Zahlen vor; ein EPS-Vergleich ist deshalb nicht möglich. Der Fokus der Marktreaktion lag auf dem Ausblick: Nike rechnet im Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Der Konsens hatte laut dpa-AFX ein Minus von 2,4 Prozent vorgesehen.

Besonders deutlich fiel der Rückgang in China aus: Nikes währungsbereinigter Umsatz dort sank um 26 Prozent. Adidas hatte im zweiten Quartal in China dagegen ein Plus von 15 Prozent erzielt. Diese unterschiedliche Entwicklung ist ein wichtiger Grund, warum die schwachen Signale des US-Konzerns nicht automatisch eine vergleichbare Entwicklung bei Adidas bedeuten.

Wie reagierten die Aktien?

Nikes Aktie verlor nachbörslich mehr als acht Prozent. Die dpa-AFX-Meldung hob hervor, dass der Markt trotz eines besser als erwarteten Nike-Gewinns vor allem auf die Jahresziele schaute. Auch die Umsatzprognose für die kommenden Monate belastete: Der Druck soll nach den Angaben bis ins Geschäftsjahr 2028 anhalten.

Adidas notierte am Freitag bei 143,13 Euro, ein Plus von 0,33 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 142,65 Euro. Damit zeigt sich der Kurs in den hier verfügbaren aktuellen Daten stabiler als Nike nach dessen Ausblick. Das ist jedoch keine Reaktion auf eigene Quartalszahlen von Adidas: Der Konzern veröffentlicht seine nächsten Ergebnisse erst am 29. Oktober.

Adidas AG Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Oktober 2026

Was bedeutet der Ausblick für Adidas?

Nike plant für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich; der Wettbewerber stellt sich damit auf anhaltenden Gegenwind ein. Adidas peilt für 2026 dagegen ein währungsbereinigtes Umsatzplus von neun bis zehn Prozent an. Das ist ein Unternehmensziel, keine bereits erzielte Entwicklung. Der Vergleich fällt auch deshalb nicht eindeutig aus, weil Adidas laut Jefferies das operative Ergebnis im zweiten Halbjahr stärker als zuvor erwartet ins vierte Quartal verschieben könnte.

Die Analysten von Jefferies sehen das Schlussquartal als wichtigen Gradmesser, bevor im ersten Halbjahr 2027 eine härtere Vergleichsbasis ansteht. Zugleich sei Adidas zuversichtlich, die Effekte aus der Weltmeisterschaft aus dem ersten Quartal durch gute Dynamik ausgleichen zu können. Der nächste konkrete Katalysator sind die Adidas-Zahlen am 29. Oktober.

Was spricht für Adidas?

  • Adidas erzielte im zweiten Quartal in China ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 15 Prozent, während Nike dort einen Rückgang von 26 Prozent meldete.
  • Adidas erwartet für 2026 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent; Nike stellt für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht.
  • Die Adidas-Aktie lag am Freitag mit 143,13 Euro 0,33 Prozent über dem Vortagesschluss.

Welche Risiken bleiben bestehen?

  • Nike verzeichnete in Europa einen Umsatzrückgang von fünf Prozent; Adidas wuchs dort im zweiten Quartal mit sechs Prozent am langsamsten.
  • Jefferies zufolge dürfte sich das operative Ergebnis von Adidas stärker ins Schlussquartal verschieben. Damit wird die Entwicklung dort besonders wichtig.
  • JPMorgan senkte das Kursziel für Adidas auf 210 Euro von zuvor 230 Euro, hielt aber an der Einstufung „Overweight“ fest.
Fazit

Die Zahlen des Rivalen markieren damit sowohl eine Chance als auch ein Warnsignal. Nike nimmt Klassiker aus dem Angebot und bereinigt den Handel in China – dadurch könnte Adidas dort Raum gewinnen. Gleichzeitig wachsen die Zweifel, ob ein Teil der Schwäche auf ein allgemeineres Nachfrageproblem hindeutet: Nike legte im Laufgeschäft zweistellig zu, einem Bereich, in dem auch Adidas Wachstum erzielt. Für Anleger kommt es deshalb am 29. Oktober darauf an, ob Adidas sein Jahresziel bestätigt und die Verschiebung des Ergebnisses ins Schlussquartal mit konkreten Zahlen untermauert.

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Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

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