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DraftKings Quartalszahlen: Trotz Verlusten eine +3,2% Rallye?
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DraftKings Quartalszahlen: Trotz Verlusten eine +3,2% Rallye?

DKNG DraftKings Inc.
$23.75 +1.58 (+7.13%)
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P/E (FWD)
Yield
52W High

Trotz eines Millionenverlusts und verfehlter Erwartungen legte die DraftKings-Aktie zu – ein Zeichen von Stärke oder nur ein Strohfeuer?

Erwähnte Aktien
DKNG
Kurs bei Erstellung · 22,53$ +3,21%
DraftKings Inc.

Wie schneiden die DraftKings Quartalszahlen ab?

DraftKings Inc. (DKNG) meldete für das zweite Quartal 2026 einen Nettoverlust von 67,6 Millionen US-Dollar, oder 0,14 Dollar je Aktie. Dies steht im starken Kontrast zum Vorjahresquartal, in dem das Unternehmen noch einen Gewinn von 157,9 Millionen US-Dollar verzeichnen konnte. Der Umsatz sank um 4,6 Prozent auf 1,44 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten um 80 Millionen US-Dollar. Ursächlich hierfür waren laut Unternehmensangaben „kundenfreundliche Spielausgänge“ und höhere Marketingkosten zur Kundenneugewinnung.

Auch die Profitabilität litt unter diesen Faktoren. Während Analysten einen bereinigten Gewinn je Aktie (Non-GAAP) von 0,19 US-Dollar erwartet hatten, lieferte DraftKings lediglich 0,09 US-Dollar. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 0,30 US-Dollar. Die gestiegenen Produkt- und Marketingkosten, die um fast 90 Millionen US-Dollar zulegten, führten zu einem operativen Verlust von 68,2 Millionen US-Dollar, verglichen mit einem operativen Gewinn von 150,6 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Die Ertragsbasis von DraftKings hat sich somit innerhalb von zwölf Monaten signifikant verschlechtert.

Michael Burrys Wette auf DraftKings

Der bekannte Investor Michael Burry, der durch seine Short-Wetten gegen den US-Immobilienmarkt während der Finanzkrise Bekanntheit erlangte, hält unter anderem Long-Positionen in Unternehmen wie Molina Health, Lululemon und Zoetis. Auch der Online-Wettanbieter DraftKings zählt zu seinen Long-Wetten. Die aktuellen DraftKings Quartalszahlen zeigen jedoch, dass diese Wette bisher nicht aufgeht. Burry, der eine KI-Blase und einen möglichen Crash ähnlich dem von 1987 prognostiziert und sich mit Short-Wetten auf Unternehmen wie Caterpillar, Micron, Nvidia und Palantir positioniert hat, scheint mit seiner Einschätzung bei DraftKings danebenzuliegen.

Nach einer starken Rallye während der Corona-Pandemie konnte die Aktie von DraftKings in den letzten Jahren kaum überzeugen. Die Geschäfte entwickeln sich langsamer als erwartet, und der Weg zur nachhaltigen Profitabilität gestaltet sich schwieriger als gedacht. Selbst die Fußball-Weltmeisterschaft konnte den Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal nicht verhindern. Die enttäuschenden Ergebnisse stellen Burrys Optimismus infrage und verstärken die Skepsis gegenüber der Aktie.

Wie reagiert der Markt auf die Ergebnisse und den Ausblick?

Nach der Veröffentlichung der Zahlen fiel die Aktie von DraftKings Inc. (DKNG) in der US-Nachbörse um über 3 Prozent. Im regulären Handel hatte der Kurs noch ein Plus von knapp 2 Prozent verzeichnet. Mit einem aktuellen Kurs von 22,53 US-Dollar und einem Vortageswert von 22,17 US-Dollar (+3,21%) liegt die Aktie weiterhin in einem kritischen Bereich. Ein nachhaltiges Unterschreiten der 20-US-Dollar-Marke, insbesondere auf Wochenschlusskursbasis, könnte zu einem weiteren Abrutschen in Richtung der Bärenmarkttiefs bei 12 US-Dollar führen. Aktuell sind keine klaren Kaufsignale erkennbar.

Für das Gesamtjahr prognostiziert DraftKings Erlöse zwischen 6,5 und 6,9 Milliarden US-Dollar. Die Mittelpunktschätzung von 6,7 Milliarden US-Dollar liegt damit knapp unter den Erwartungen der Experten von 6,72 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte EBITDA soll sich, wie bereits am 7. Mai bekanntgegeben, auf 700 bis 900 Millionen US-Dollar belaufen. Dies erfordert eine erhebliche Leistungssteigerung in den kommenden Quartalen, die unter anderem durch neue Wettangebote auf dem kanadischen Markt im Bereich Sport- und E-Sports-Wetten erzielt werden soll.

Bewertung und Zukunftsaussichten von DraftKings

Die Unternehmensbewertung von DraftKings gibt derzeit wenig Anlass zur Freude für Anleger. Für das laufende Geschäftsjahr wird das Unternehmen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 105,5 bewertet. Obwohl dieses für 2027 auf 25,7 sinken soll, zeigen die aktuellen DraftKings Quartalszahlen keine Anzeichen für die notwendige Gewinnexplosion. Vielmehr scheinen die Kosten zu explodieren, was die Erwartungen an eine schnelle Profitabilitätssteigerung dämpft. Auch andere Kennzahlen deuten auf einen geringen Gegenwert der Anteile für Investoren hin.

Angesichts der wachsenden Bedeutung von Prognosemärkten und der aktuellen Schwierigkeiten des Unternehmens erscheinen die Aussichten für DraftKings eher verhalten. Anleger, die im Bereich Sport- und Onlinewetten investieren möchten, könnten sich stattdessen den Wettbewerber Flutter Entertainment ansehen, der ebenfalls in Burrys Portfolio zu finden ist und als profitabler gilt. Die kommenden Quartale werden zeigen müssen, ob DraftKings die Trendwende schaffen und die Profitabilität nachhaltig steigern kann.

Prognosemärkte und KI-Hosting: Ein Blick auf verwandte Themen

Die Diskussion um die Zukunft von DraftKings wird auch durch die bevorstehende Regulierung der Prognosemärkte beeinflusst, die sowohl Risiken als auch Chancen für das Unternehmen birgt. Währenddessen reagiert der Markt auf neue TeraWulf KI-Hosting-Deals zunehmend verhaltener, was die allgemeine Skepsis gegenüber bestimmten Technologie- und Wachstumsbereichen widerspiegelt.

Fazit

Die jüngsten DraftKings Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 offenbaren einen Nettoverlust und verfehlte Umsatzerwartungen, was die Profitabilität des Online-Wettanbieters stark beeinträchtigt.Für Anleger bedeutet dies, dass die Aktie weiterhin unter Druck steht und die Long-Wette von Michael Burry aktuell nicht aufgeht, da Kaufsignale fehlen.Der Fokus liegt nun auf den kommenden Quartalen, in denen DraftKings durch neue Wettangebote eine deutliche Leistungssteigerung erzielen muss, um die Gesamtjahresprognose zu erreichen und das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

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Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

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