SP500 7.508,20 -0,08%DJ30 52.233,00 -0,06%NAS100 29.113,56 -0,18%GER40 25.083,01 +0,04%EU50 6.293,49 +0,00%BTCUSD 66.388,28 -0,02%ETHUSD 1.934,26 +0,64%VIX 18,48 +0,69% SP500 7.508,20 -0,08%DJ30 52.233,00 -0,06%NAS100 29.113,56 -0,18%GER40 25.083,01 +0,04%EU50 6.293,49 +0,00%BTCUSD 66.388,28 -0,02%ETHUSD 1.934,26 +0,64%VIX 18,48 +0,69%
JETZT LIVEAKTIENREGIONENKRYPTOALGOTRADINGBROKER & TOOLS
Goldman Sachs Ölpreise: Warum ein 120-Dollar-Schock droht
GS
Video HD
RohstoffeFinanzwerte

Goldman Sachs Ölpreise: Warum ein 120-Dollar-Schock droht

GS Goldman Sachs
$1,087.00 +30.53 (+2.89%)
Mkt Cap
P/E (FWD)
Yield
52W High
1,088.48

Droht dem globalen Markt bald ein neuer Energieschock oder können sich Verbraucher und Anleger entspannt zurücklehnen?

Erwähnte Aktien
GS
Schlusskurs 1.086,28$ +0,41% 22.07.26 00:04 Uhr MESZ
Goldman Sachs

Wie bewertet Goldman Sachs die aktuelle Lage?

Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben den Ölmarkt in den vergangenen Wochen spürbar belastet. Der Preis für die globale Benchmark-Sorte Brent-Crude kletterte bereits über die Marke von 90 Dollar pro Barrel, was einem deutlichen Anstieg von rund 30 Prozent gegenüber dem jüngsten Tiefststand im Bereich der 70-Dollar-Marke entspricht. Analysten von Goldman Sachs betonen in einer aktuellen Studie, dass der Markt extrem empfindlich auf Störungen der Transportwege reagiert. Die Straße von Hormus ist die wichtigste maritime Passage für den globalen Öltransit. Nach Schätzungen der Bank sind die Ölströme durch diese Meerenge im vergangenen Monat aufgrund der anhaltenden Feindseligkeiten um fast 45 Prozent unter das Vorkriegsniveau gefallen. Sollte sich diese Blockade nicht bald auflösen, droht ein massiver Angebotsschock.

Welche Szenarien prognostiziert die Investmentbank?

In ihrem Basisszenario geht die Bank von einer schrittweisen Deeskalation der Konflikte noch vor dem Ende des laufenden Jahres aus. In diesem Fall prognostiziert Goldman Sachs einen durchschnittlichen Brent-Ölpreis von 80 Dollar je Barrel im vierten Quartal 2026 und rund 75 Dollar im kommenden Jahr 2027. Erste diplomatische Bemühungen und Berichte über einen vorgeschlagenen zehntägigen Waffenstillstand nähren diese Hoffnung. Doch das Risiko für die weltweiten Energiemärkte bleibt asymmetrisch nach oben gerichtet. Sollte die geopolitische Krise anhalten und die Straße von Hormus blockiert bleiben, greift das bullische Alternativszenario. Unter dem Titel Goldman Sachs Ölpreise skizzieren die Experten für diesen Fall einen Preissprung auf über 120 Dollar je Barrel im vierten Quartal dieses Jahres. Für das Gesamtjahr 2027 prognostiziert das Institut bei anhaltenden Störungen einen Durchschnittspreis von über 100 Dollar pro Barrel, da zusätzliche Pipeline-Kapazitäten im Persischen Golf erst gegen Ende des Jahres Abhilfe schaffen könnten.

Warum profitieren Ölaktien von beiden Szenarien?

Für Anleger im Energiesektor zeichnet die Analyse ein äußerst vielversprechendes Bild. Unabhängig davon, welches Szenario letztendlich eintritt, dürften große Ölkonzerne wie Chevron und Exxon Mobil hervorragend positioniert sein. Ein dreistelliger Ölpreis im bullischen Szenario von über 120 Dollar würde bei den Produzenten zu einer regelrechten Flut an freiem Cashflow führen. Diese massiven Überschüsse könnten die Unternehmen nutzen, um ihre Bilanzen weiter zu stärken und die Aktionäre durch Sonderdividenden und umfangreiche Aktienrückkäufe direkt am Erfolg zu beteiligen. Doch selbst das konservativere Basisszenario der Analysten bietet reichlich Grund zur Zuversicht. Ein stabiler Ölpreis von 80 Dollar im vierten Quartal und 75 Dollar im Jahr 2027 liegt weit über den Rentabilitätsschwellen der großen Konzerne. So kann beispielsweise Chevron seinen freien Cashflow selbst bei einem Ölpreis von 70 Dollar jährlich um mehr als 10 Prozent bis zum Jahr 2030 steigern. Die Aktie von Goldman Sachs Group, Inc. (GS) selbst reagierte positiv auf die Veröffentlichungen und notiert im heutigen Handel bei 1086,28 Dollar, was einem Zuwachs von 0,41 Prozent entspricht.

Wie reagieren die Märkte auf die Prognose?

Die Veröffentlichung der neuen Schätzungen hat die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer wieder verstärkt auf den Energiesektor gelenkt. Während die Aktienkurse der großen Ölförderer von den robusten Aussichten gestützt werden, bleibt die Volatilität am Terminmarkt hoch. Die Goldman Sachs Ölpreise dienen vielen Händlern nun als wichtiger Gradmesser für das Risiko-Rendite-Verhältnis im Rohstoffsektor. Da die physische Verknappung im Nahen Osten real ist, sichern sich immer mehr Akteure gegen weiter steigende Notierungen ab. Für langfristig orientierte Investoren bieten die aktuellen Szenarien der Bank eine solide Entscheidungsgrundlage, da die Fundamentaldaten der großen Ölmultis auch bei moderaten Preisen stabil bleiben.

Wie beeinflusst das die Goldman Sachs Group, Inc.-Aktie?

Fazit

Die aktuellen Rohstoffprognosen verdeutlichen einmal mehr die starke Expertise der Bank im globalen Research-Sektor. Erst kürzlich überzeugte das Institut die Anleger mit hervorragenden Zahlen, wie der Bericht über das Goldman Sachs Quartal und dessen Rekordhoch eindrucksvoll zeigt. Wer neben dem Ölmarkt auch andere Krisenabsicherungen im Blick hat, sollte zudem die aktuelle Gold Preisentwicklung und die potenzielle Rallye genau analysieren, da geopolitische Spannungen meist mehrere Anlageklassen gleichzeitig bewegen.

VIEW FULL GS PROFILE →
Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

Related Stories