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Intel Prognose: 6,3% Rallye nach Goldman-Sachs-Start
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Intel Prognose: 6,3% Rallye nach Goldman-Sachs-Start

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Kann Intel die neue Foundry-Wette wirklich in nachhaltiges Wachstum verwandeln?

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Schlusskurs 140,00$ +6,34% 25.06.26 14:14 Uhr MESZ
Intel Corporation

Wie bewertet Goldman Sachs Intel?

Goldman Sachs hat am heutigen Donnerstag, 25. Juni 2026, erstmals offiziell Intel Corporation in seine Coverage aufgenommen – mit einem Neutral-Rating und einem 150-Dollar-Kursziel. Analyst James Schneider betont dabei die strategische Neuausrichtung des Unternehmens: Intel konzentriert sich zunehmend auf seine Rolle als Foundry für Dritte – also als Auftragsfertiger für andere Tech-Konzerne. Diese Neupositionierung wird von der US-Regierung mit 8,9 Milliarden Dollar unterstützt und unterstreicht die nationale Sicherheitsrelevanz des Unternehmens. Goldman Sachs sieht Intel damit als zentralen Akteur im US-amerikanischen Halbleiter-Ökosystem – allerdings ohne klare Über- oder Unterbewertung im aktuellen Kursniveau.

Was sagt die Intel Prognose zu Aufträgen und Partnerschaften?

Die Intel Prognose stützt sich auf mehrere konkrete, bereits angekündigte Verträge: Alphabet hat Intel den Auftrag für die Herstellung von drei Millionen Tensor Processing Units (TPUs) für seine KI-Cloud-Infrastruktur erteilt – Lieferung ab 2028. Zudem arbeitet Intel mit Apple an der Entwicklung eigener Prozessoren für Mac- und zukünftig auch iPhone-Modelle. Obwohl noch keine offizielle Vereinbarung bestätigt ist, bestätigt die politische Einbindung durch Präsident Trump die Seriosität des Vorhabens. Auch Tesla und SpaceX sind an dem 55-Milliarden-Dollar-Terafab-Projekt beteiligt, bei dem Intel hochkomplexe KI- und Raumfahrtprozessoren fertigen soll. Diese Verträge untermauern die langfristige Intel Prognose – doch sie generieren noch keine Einnahmen.

Intel Corporation Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Juni 2026

Wie steht es um die Finanzkraft?

Finanziell bleibt Intel Corporation weiterhin eine Herausforderung: Im ersten Quartal 2026 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von 3,7 Milliarden Dollar und einen negativen Cashflow von minus 2,54 Milliarden Dollar. Der Umsatz lag bei 13,6 Milliarden Dollar – deutlich über den Analystenerwartungen von 12,4 Milliarden. Besonders bemerkenswert: Der Umsatz des Foundry-Geschäfts stieg um 16 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar. Doch der operative Verlust im Foundry-Bereich betrug 2,4 Milliarden Dollar – ein deutliches Signal, dass Skalierung noch nicht mit Profitabilität einhergeht. Die Bewertung ist entsprechend hoch: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (P/E) von über 900 liegt Intel deutlich über dem Tech-Durchschnitt von 37.

Welche Rolle spielt die geopolitische Lage?

Intel profitiert zunehmend von der geopolitischen Neuordnung: Die US-Regierung fördert aktiv die Rückverlagerung der Chipfertigung – und sieht Intel als Schlüsselakteur für die Souveränität in der KI-Infrastruktur. Das zeigt sich auch im Bereich der sogenannten Sovereign AI-Lösungen: Unternehmen wie TPIsoftware setzen auf Intel Xeon 6-Prozessoren und Intel Arc Pro B60-GPUs, um sensible KI-Modelle vollständig on-premises zu betreiben. Zudem gewinnt Intel durch die Wolframknappheit an strategischem Gewicht – das Metall ist essenziell für Hochleistungsprozessoren, und Intel ist einer der wenigen westlichen Hersteller mit Zugang zu stabilen Rohstofflieferketten. Auch die Zusammenarbeit mit NVIDIA und Tesla unterstreicht diese Positionierung als kritische Infrastruktur.

US-Präsident Trump brüstete sich mit einer Chip-Produktionskooperation zwischen Apple und Intel.
— Benzinga
Fazit

Bank of America hat parallel zu Goldman Sachs sein Kursziel für Intel Corporation auf 160 Dollar angehoben und das Rating auf Buy bestätigt. Die Bank begründet dies mit einer erweiterten Marktprognose für Halbleiter und einer steigenden Nachfrage nach Server-CPU und Foundry-Dienstleistungen. Damit existiert ein klare, divergierende Analystenmeinung: Während Goldman Sachs eine ausgewogene Einschätzung abgibt, sieht Bank of America deutlich mehr Aufwärtspotenzial – was die Intel Prognose weiter dynamisiert.

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Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

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