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Sandisk Quartal: +61% Umsatz-Rekord im KI-Turbo

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Wie schafft es Sandisk Speicherchips, selbst etablierte KI-Giganten beim Wachstum zu überholen? Das neue Sandisk Quartal liefert explosive Zahlen, die den Markt aufhorchen lassen – doch was steckt wirklich hinter dem KI-Boom?

Sandisk Quartal im Fokus mit Premium-Speicherchips für KI-Rechenzentren
Erwähnte Aktien
SANDISK SanDisk Corporation
$539.30 +2.21%
Stand: 20:41 MEZ

Sandisk Quartal: Wie stark zündet der KI-Turbo?

Im jüngsten Sandisk Quartal legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um beeindruckende 61,2 Prozent auf 3,03 Milliarden US‑Dollar zu und übertraf damit die Konsensschätzungen um rund 340 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie schoss auf 6,20 Dollar in die Höhe, nachdem Analysten im Schnitt lediglich mit etwa 3 bis 3,6 Dollar gerechnet hatten. Nach GAAP erzielte Sandisk einen Nettogewinn von 803 Millionen Dollar, ein Sprung von 112 Millionen Dollar im Vorjahr – ein Plus von mehr als 600 Prozent. Diese Dynamik erklärt, warum der Kurs des Speicherchip-Herstellers seit Monaten eine Rally hinlegt, die klassische KI-Profiteure wie Nvidia in den Schatten stellt.

Im Handel am Freitag steigen die Aktien von Sandisk (SANDISK) um weitere 2,21 Prozent auf 539,30 Dollar, nachdem sie nachbörslich zeitweise bis in den Bereich von rund 632 Dollar kletterten. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kurssprung auf deutlich über 100 Prozent, seit dem Börsenstart 2025 sogar auf mehr als 1.300 Prozent.

Sandisk Speicherchips: Wer treibt das Wachstum?

Getrieben wird das Rekord-Sandisk Quartal vor allem vom KI-Infrastrukturboom. Besonders stark zeigte sich der Bereich Datenzentren, der seinen Umsatz um 64 Prozent auf 440 Millionen Dollar steigerte. Hyperscaler und große Tech-Konzerne bauen ihre KI-Rechenzentren massiv aus und benötigen enorme Mengen an Hochleistungs-SSDs und Flash-Speicher. Parallel wächst das Geschäft mit Edge-Computing und Endverbrauchern, doch das Epizentrum der Rally liegt klar im Enterprise- und Cloud-Segment.

Der Markt leidet unter einer chronischen Knappheit bei Speicherchips. Das begrenzte Angebot trifft auf explodierende Nachfrage – ein ideales Umfeld für Hersteller wie Sandisk Speicherchips. Höhere Auslastung und steigende Verkaufspreise verstärken sich gegenseitig und treiben die Margen nach oben. Während klassische DRAM- und NAND-Anbieter wie Micron, SK Hynix, Samsung oder Seagate bereits stark profitieren, gelingt es Sandisk, diese Konkurrenz mit noch dynamischerem Wachstum zu überholen.

Sandisk Speicherchips Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Januar 2026
Sandisk Speicherchips (SNDK) – 252-Tage-Chart

Sandisk Quartal: Wie extrem fällt der Ausblick aus?

Für das kommende Quartal setzt Sandisk die Messlatte besonders hoch. Das Management stellt einen Umsatz von 4,4 bis 4,8 Milliarden Dollar in Aussicht, während der Markt bisher nur knapp 3 Milliarden Dollar erwartet hatte. Noch spektakulärer ist die Gewinnprognose: Der bereinigte Gewinn je Aktie soll im nächsten Sandisk Quartal bei 12 bis 14 Dollar liegen – mehr als das Doppelte der bisherigen Konsensschätzung von gut 5 Dollar.

Damit könnte Sandisk bereits in einem einzigen Quartal Erträge einfahren, die zuvor für das gesamte Jahr angesetzt wurden. Hochgerechnet auf zwölf Monate impliziert die aktuelle Prognose trotz des stark gestiegenen Kurses ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von ungefähr 10, was aus Sicht vieler Investoren weiterhin moderat erscheint – vorausgesetzt, der KI-getriebene Nachfragezyklus hält an.

Sandisk Speicherchips: Was sagen die Analysten?

Die Analystengemeinde reagiert prompt auf das herausragende Sandisk Quartal. Die Citigroup hebt ihr Kursziel für Sandisk von 490 auf 750 Dollar an und verweist auf die strukturelle Verknappung am Speicherchipmarkt. Auch Barclays zieht nach und erhöht das Kursziel von 385 auf ebenfalls 750 Dollar. Weitere Häuser wie Morgan Stanley sehen die Gewinne klar über dem langfristigen Trend, rechnen aber damit, dass dieses Überniveau so lange anhält, wie der KI-Ausbau so dynamisch weiterläuft.

Parallel sichern sich die Kalifornier mit einer verlängerten Flash-Chip-Kooperation mit Kioxia in Japan stabile Lieferketten bis mindestens Ende 2034. Damit hat Sandisk seine Versorgung mit kritischen Sandisk Speicherchips langfristig abgesichert – ein entscheidender strategischer Vorteil in einem Umfeld, in dem große Abnehmer wie Microsoft oder Meta um begrenzte Kapazitäten konkurrieren.

Das Wachstum überschlägt sich.
— Martin Goersch
Fazit

Das aktuelle Sandisk Quartal markiert einen neuen Referenzpunkt für KI-Profiteure im Speichersegment. Die brachialen Wachstumsraten, kombiniert mit einer Gewinnprognose weit oberhalb der Markterwartungen, machen Sandisk zum neuen Star im Halbleitersektor. Für Anleger bleibt die Aktie trotz der Kursrally spannend, solange der KI-Speicherhunger anhält und das Unternehmen seine dominante Position bei Sandisk Speicherchips behauptet.