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ASML Rekord: Kurs +2.0% und 500-Mrd.-Durchbruch

Wie schafft es ASML Holding N.V., mit einem Kursplus von +2,0 Prozent und einer Marktkapitalisierung jenseits der 500 Milliarden US‑Dollar die Spitze in Europa zu erobern? Hinter dem ASML Rekord stehen gleich mehrere Treiber, die Anleger genau kennen sollten.

ASML Zentrale bei Abendlicht, Symbol für ASML Rekord und 500-Mrd.-Bewertung
Erwähnte Aktien
ASML ASML
$1331.60 +2.05%
Stand: 18:40 MEZ

ASML Rekord: Wie stark ist der Kurssprung wirklich?

Die Aktie von ASML Holding N.V. notiert mit 1.331,60 US‑Dollar aktuell nahe am jüngsten Allzeithoch und damit nur knapp über dem Vortag (1.331,40 US‑Dollar). Auf Wochensicht hatte der Wert zeitweise um rund 17 bis 18 Prozent zugelegt, bevor es im Zuge eines risk-off-Umfelds zu Gewinnmitnahmen kam. Dennoch bleibt der ASML Rekord klar intakt: Die Marktkapitalisierung überschritt erstmals die Schwelle von 500 Milliarden US‑Dollar und macht ASML zum wertvollsten Unternehmen Europas.

Auslöser der jüngsten Kursbeschleunigung waren die deutlich erhöhten Investitionspläne des wichtigsten Kunden Taiwan Semiconductor Manufacturing. TSMC will seine Kapitalausgaben für 2026 auf 52 bis 56 Milliarden US‑Dollar anheben – deutlich mehr als die zuvor am Markt erwarteten 46 Milliarden US‑Dollar. Da ASML der einzige Anbieter von EUV-Lithografiesystemen für modernste High-End-Chips ist, schlagen solche Capex-Erhöhungen nahezu direkt auf die Auftragsbücher des Konzerns durch.

Der ASML Rekord steht damit exemplarisch für die Wette des Marktes auf einen länger anhaltenden Ausbau von KI-Rechenzentren und Hochleistungs-Chips, wie sie etwa für Nvidia- und Apple-Designs benötigt werden. Allein im Januar legte der Börsenwert von ASML um mehr als 20 Prozent zu.

ASML Holding N.V.: Wie bullisch sind die Analysten?

Die Begeisterung der Analystenlandschaft spielt eine zentrale Rolle für die aktuelle Bewertung von ASML Holding N.V.. Besonders hervor sticht Morgan Stanley: Die US-Großbank sieht ASML als eine der Top-Optionen im globalen Halbleitersektor und hat ihr Kursziel von 1.000 auf 1.400 Euro angehoben. Im bullischen Szenario halten die Experten um Lee Simpson sogar bis zu 2.000 Euro je Aktie für möglich – rund 70 Prozent über dem aktuellen Kursniveau.

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Morgan Stanley einen Umsatz von etwa 46,8 Milliarden Euro und einen Gewinn je Aktie von rund 45,7 Euro, nahezu doppelt so viel wie für 2025 prognostiziert. Basis dieser Annahmen sind steigende Investitionen in Foundry- und Speicherfertigung sowie eine robustere Nachfrage aus China als zeitweise befürchtet. Auch Bernstein Research bleibt positiv und bestätigt ein Kursziel von 1.300 Euro bei Einstufung „Outperform“ – ausdrücklich mit Verweis auf die verstärkten Investitionspläne von TSMC.

Weitere Adressen wie Rothschild Redburn signalisieren ebenfalls Zuversicht und bleiben mit einem „Buy“-Rating an Bord. Auf der Kurszielseite verweist ein Profi bei 24/7 Wall Street zudem darauf, dass ASML mittelfristig 1.500 US‑Dollar erreichen könnte. Insgesamt dominiert an der Wall Street ein Konsensrating im Bereich „Moderate Buy“ mit durchschnittlichen Zielkursen um 1.390 US‑Dollar, wie mehrere institutionelle Anlegerberichte zeigen.

ASML Holding N.V. Aktienchart - 252 Tage Kursverlauf - Januar 2026
ASML Holding N.V. (ASML) – 252-Tage-Chart

ASML Rekord und KI-Boom: Wo liegen die Grenzen?

Hinter dem ASML Rekord steht maßgeblich der KI-Boom – doch dieser könnte nicht grenzenlos sein. Martin Vandenbrink, langjähriger Technikchef hinter dem Erfolg von ASML Holding N.V., warnt vor harten physikalischen und energetischen Restriktionen. Setzt sich der Trend immer größerer KI-Modelle und Trainingsläufe ungebremst fort, könnte der Energiebedarf laut seinen Berechnungen bis 2035 der gesamten heutigen weltweiten Jahresproduktion entsprechen.

Für die Gesellschaft wäre ein solcher Verbrauch kaum tragbar. Vandenbrink fordert daher einen Strategiewechsel weg von bloßem „Scale-up“ der Rechenleistung hin zu effizienteren Algorithmen und neuen Chip- und Rechnerarchitekturen. Die von ihm mitentwickelte EUV-Technologie sieht er zwar für mindestens zehn Jahre im Vorteil, doch die Branche steht aus seiner Sicht unter Zugzwang, Effizienz und Leistungsfähigkeit zusammenzudenken.

Gleichzeitig weitet ASML seine globale Präsenz aus. So sondiert Vietnam derzeit eine engere Kooperation mit dem Konzern, unter anderem beim Aufbau eines Ausbildungs- und Forschungszentrums für Halbleitertechnik und beim Aufbau einer eigenen Chipindustrie. Solche Initiativen unterstreichen, dass der strukturelle Bedarf an Fertigungskapazitäten und Know-how weit über die klassischen Standorte hinausreicht.

Politische Risiken bleiben jedoch ein Gegengewicht. Handelskonflikte und mögliche Exportrestriktionen gegenüber China sorgten zuletzt immer wieder für Volatilität. So belasteten neue Sorgen um den Technologiehandel mit den USA zeitweise auch die ASML-Aktie, wie ein Bericht von Barron’s hervorhebt.

ASML Rekord: Was bedeutet das für Anleger?

Der ASML Rekord auf Bewertungs- und Kursebene ist Ergebnis einer selten starken Kombination: monopolartige Marktstellung in der EUV-Lithografie, massiv steigende Investitionen der führenden Foundries, KI-getriebener Nachfrageschub und ein breites Analysten-Echo mit teils ambitionierten Kurszielen von Morgan Stanley und anderen Häusern. Gleichzeitig zeigen Gewinnmitnahmen und geopolitische Risiken, dass die Reise nicht ohne Rückschläge verlaufen dürfte.

Ohne effizientere Algorithmen und neue Rechner-Architekturen stößt der KI-Boom an harte physikalische und gesellschaftliche Grenzen.
— Martin Vandenbrink, langjähriger Technikchef von ASML
Fazit

Für langfristig orientierte Anleger bleibt ASML Holding N.V. dennoch ein zentraler Hebel auf die globale Halbleiter- und KI-Infrastruktur. Wer einsteigt oder Positionen ausbaut, sollte sich der hohen Bewertung und der möglichen Schwankungen bewusst sein, den strukturellen Rückenwind aber nicht unterschätzen. Der ASML Rekord könnte damit weniger Endpunkt als Zwischenstopp in einem längerfristigen Wachstumszyklus sein.

Glencore plc: Megafusion mit Rio Tinto Group rückt wieder in den Fokus

Glencore plc rückt mit erneuten Fusionsgesprächen mit der Rio Tinto Group in den Fokus der Rohstoffmärkte. Im Zentrum stehen Kupfer-Assets, das umfangreiche Kohlegeschäft und die Frage, ob aus Glencore plc Teil eines neuen Bergbau-Giganten wird.

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$12.08 -0.25%

Was planen Glencore plc und Rio Tinto Group?

Glencore plc und die Rio Tinto Group haben ihre Fusionsgespräche wiederaufgenommen. Diskutiert wird eine Kombination einiger oder aller Geschäftsbereiche bis hin zu einer vollständigen Übernahme von Glencore durch Rio Tinto auf Aktienbasis. Ein erfolgreicher Deal würde das möglicherweise größte Bergbauunternehmen der Welt schaffen, mit einem kombinierten Marktwert von mehr als 200 Milliarden US‑Dollar und in manchen Einschätzungen sogar der „Geburtsstunde eines 300‑Milliarden‑Giganten“ gleichkommen.

Die Kombination würde zwei Schwergewichte im globalen Rohstoffsektor vereinen und könnte eine Art Rohstoffgiganten formen, der in zentralen Basismetallen, insbesondere Kupfer, eine herausragende Stellung einnimmt. Dabei steht zur Diskussion, ob nur ausgewählte Sparten zusammengelegt oder tatsächlich alle Geschäftsbereiche integriert werden.

Warum steht Kupfer im Mittelpunkt?

Die industrielle Logik der geplanten Megafusion stützt sich stark auf Kupfer. Die Preise sind zuletzt auf Rekordstände von über 13.000 US‑Dollar je Tonne gestiegen. Kupfer gilt als zentraler Rohstoff der Energiewende und wird für Stromnetze, Elektromobilität, industrielle Anwendungen und Rechenzentren in immer größeren Mengen benötigt.

Glencore plc hat sich bei jüngsten Investorentagen klar als Kupferunternehmen positioniert und verfügt über sehr große und strategisch bedeutende Kupfer-Assets. Nach Phasen sinkender Produktion sieht das Management hier erhebliches Wachstumspotenzial. Ein Zusammenschluss mit Rio Tinto würde einen der weltweit größten Kupferproduzenten formen und könnte damit die Angebotsseite in einem angespannten Markt maßgeblich prägen.

Im aktuellen Umfeld, in dem das Hinzufügen neuer Minenkapazitäten als schwierig und langwierig gilt, erscheint die Übernahme von Wettbewerbern als der einfachere und schnellere Weg, um an zusätzliche Kupferreserven zu gelangen. Genau hier setzt die Deal-Logik an.

Welche Rolle spielt das Kohlegeschäft?

Ein Knackpunkt der Gespräche war bislang das umfangreiche Kohlegeschäft von Glencore plc. Das Unternehmen zählt zu den weltweit größten Kohleproduzenten und hat die Position jüngst durch den Kauf der Kohleaktivitäten von Teck Resources weiter ausgebaut. Das Portfolio von Glencore ist damit zugleich kupferlastig und kohlelastig.

Die Rio Tinto Group ist in den vergangenen Jahren dagegen aus fossilen Brennstoffen ausgestiegen und hatte sich von ihren Kohle-Assets getrennt. Umso bemerkenswerter ist, dass Rio Tinto nun offen dafür sein soll, das massive Kohlegeschäft von Glencore zu behalten, falls der Zusammenschluss zustande kommt. Diese Bereitschaft könnte ein entscheidender Faktor sein, um die Hürden für den Deal zu senken und wird von Marktbeobachtern als mögliches „grünes Licht“ für das Zustandekommen der Megafusion interpretiert.

Führungskräfte bei Glencore zeigen sich von Kohle weiterhin überzeugt. Ein Zusammenschluss würde damit einen globalen Rohstoffkonzern schaffen, der einerseits in Zukunftsmetallen wie Kupfer führend wäre, andererseits aber auch starkes Exposure zu Kohle behält.

Wie reagiert die Aktie von Glencore plc?

Die Fusionsfantasie schlägt sich unmittelbar im Kurs von Glencore plc nieder. Zuletzt legte die Aktie im Zuge der neuen Gesprächsrunde kräftig zu, mit Kursanstiegen von fast 8 % bis über 10 % an einzelnen Handelstagen. Aktuell notiert der in den USA gehandelte Titel mit dem Ticker GLNCY bei 12,08 US‑Dollar und damit leicht unter dem Vortagesschluss von 12,28 US‑Dollar, was einem Tagesminus von rund 0,25 % entspricht.

Während Glencore deutlich zulegen konnte, reagierten die Aktien der Rio Tinto Group eher verhalten bis negativ und verloren zeitweise rund 4,5 %. An den Londoner Börsen war zu beobachten, dass Rio Tinto fällt, während Glencore springt. Der Markt preist damit offenbar ein, dass eine mögliche Übernahme für Glencore-Aktionäre einen attraktiven Aufschlag bedeuten könnte, während für Rio-Tinto-Investoren zunächst Risiken und Integrationskosten im Vordergrund stehen.

Welche Hürden gibt es noch?

Trotz der neuen Dynamik bleiben mehrere strukturelle und regulatorische Herausforderungen. Die Rio Tinto Group verfügt über eine duale Börsennotierungsstruktur, was eine technische und rechtliche Komplexität für einen vollständigen Zusammenschluss mit Glencore plc bedeutet. Hinzu kommt ein großer chinesischer Aktionär bei Rio Tinto (Chinalco), dessen Zustimmung für einen Deal von Bedeutung wäre.

Aus wettbewerbsrechtlicher Sicht würde der Zusammenschluss insbesondere im Kupferbereich einen der weltweit größten Produzenten entstehen lassen. Entsprechend intensiv könnte die kartellrechtliche Prüfung in mehreren Jurisdiktionen ausfallen. Zudem steht ein zeitlicher Rahmen im Raum: Rio Tinto muss bis Anfang Februar ein formelles Gebot vorlegen, wobei Fristverlängerungen möglich sind.

Fazit: Glencore plc steht mit den erneuten Fusionsgesprächen mit der Rio Tinto Group vor einem potenziell historischen Wendepunkt. Im Zentrum der strategischen Überlegungen stehen die enorm gefragten Kupfer-Assets und das umfangreiche Kohleportfolio. Während die Aktie von Glencore deutlich von der Spekulation auf eine Übernahme profitiert, bleiben strukturelle, regulatorische und politische Hürden hoch. Ob es tatsächlich zur „Megafusion im Bergbau“ kommt, entscheidet sich in den kommenden Monaten – die Kursentwicklung von GLNCY dürfte bis dahin stark von neuen Signalen aus den Verhandlungen abhängen.

Fazit

Fazit: Glencore plc steht mit den erneuten Fusionsgesprächen mit der Rio Tinto Group vor einem potenziell historischen Wendepunkt. Im Zentrum der strategischen Überlegungen stehen die enorm gefragten Kupfer-Assets und das umfangreiche Kohleportfolio. Während die Aktie von Glencore deutlich von der Spekulation auf eine Übernahme profitiert, bleiben strukturelle, regulatorische und politische Hürden hoch. Ob es tatsächlich zur „Megafusion im Bergbau“ kommt, entscheidet sich in den kommenden Monaten – die Kursentwicklung von GLNCY dürfte bis dahin stark von neuen Signalen aus den Verhandlungen abhängen.

Novo Nordisk: Wegovy-Pille sorgt für Bewegung – Eli Lilly & Tesla

KURZ & KNAPP

Novo Nordisk rückt mit der FDA-Zulassung der oralen Wegovy-Variante wieder ins Rampenlicht und hofft nach einem starken Rückgang der Aktie auf eine operative Trendwende. Die Pille soll bereits ab Januar in den USA starten und verschafft dem Konzern einen zeitlichen Vorsprung gegenüber Eli Lilly. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Lieferketten und Margen der erwarteten Nachfrage standhalten. Parallel dazu läuft beim Edelmetallmarkt eine außergewöhnliche Gold-Rallye mit neuen Rekordständen.

Neben Pharma und Rohstoffen prägen Rüstung und Technologie die Schlagzeilen: Rheinmetall profitiert von dauerhaft höheren Verteidigungsbudgets in Europa. ASML und SAP warnen vor einem Rückstand Europas im KI-Ökosystem und fordern klare industriepolitische Weichenstellungen. In den USA investieren Hyperscaler Milliarden in KI-Rechenzentren, wovon NVIDIA und Konzerne wie Alphabet direkt betroffen sind. Auch Kryptowährungen, Stablecoins, Öl und Kaffee zeigen deutliche Bewegungen.

Für europäische und deutsche Unternehmen ergeben sich daraus weitreichende Konsequenzen: Firmen wie Siemens, Puma, Thales und Logistiker wie die Deutsche Post reagieren auf geopolitische Trends, Wiederaufbaupläne und Konjunkturhoffnungen. Zugleich rücken Themen wie mögliche Offshore-Windstopps in den USA für Ørsted und der wachsende Einfluss der US-Geldpolitik in den Vordergrund. Wichtige US-Makrodaten wie ADP-Beschäftigung, PCE-Kernrate und BIP-Zahlen sowie die Diskussion um zukünftige Fed-Zinsschritte prägen das Umfeld an den Märkten.

AUSBLICK US-Märkte

  • Analysten zu TSLA: Mehrere Häuser bestätigen ihre positive Einschätzung für Tesla mit Kurszielen von 600 bis 620 Dollar bis 2026, was zugleich die nächste Schwelle im Vergütungspaket von Elon Musk markiert. Die Argumentation stützt sich weniger auf klassische Autoverkäufe, sondern auf Potenziale in Robotik und autonomem Fahren.
  • Analysten zu SIE – Siemens: Für Siemens sehen Analysten bis 2026 Kurse von über 250 Euro und empfehlen u.a. strukturierte Produkte wie Cap-Zertifikate, die auf eine seitwärts bis leicht steigende Kursentwicklung setzen. Ein wichtiger Treiber in den Modellen ist die mögliche Beteiligung von Siemens am Wiederaufbau der Ukraine mit Industrie- und Infrastrukturtechnik.
  • Analysten zu HO – Thales: Thales rückt mit seiner starken Position in Radar, Cyber Security und Raumfahrt verstärkt auf die Buy-Listen, auch vor dem Hintergrund eines 52-Milliarden-Euro-Pakets für die europäische Verteidigung. Charttechnisch wird ein Ausbruch über 237 Euro als Kaufsignal gesehen, der den Kurs zügig in Richtung 275 Euro treiben könnte.
  • Analysten zu PUM – Puma: Bei Puma erkennen Techniker eine mögliche Bodenbildung in Form einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation, mit einem ersten Kursziel um 24,50 Euro. Auf längere Sicht halten einige Häuser Niveaus um 30 Euro für erreichbar und positionieren die Aktie als Turnaround-Wette in Richtung Frühjahr 2026.

DIE 5 WICHTIGSTEN STORYS

Novo Nordisk (NVO) – Kann die Wegovy-Pille das Comeback nach dem Kurssturz bringen?

Novo Nordisk (NVO, $52.38, +0,02%) steht nach einem schwierigen Börsenjahr plötzlich wieder im Rampenlicht: Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat die Pillen-Version des Adipositas-Blockbusters Wegovy zugelassen, worauf die Aktie vorbörslich um mehr als 7% angesprungen ist. Der Verkaufsstart in den USA ist bereits für Januar geplant und verschafft den Dänen einen geschätzten Zeitvorsprung von rund drei bis vier Monaten gegenüber dem wichtigsten Rivalen Eli Lilly. Nach einem Kurssturz von fast 50% im Jahresverlauf 2025 könnte die neue Darreichungsform zum Wendepunkt werden und die Investment-Story wieder auf Wachstum trimmen. Die Zulassung kommt zudem zu einem Zeitpunkt, an dem die Anleger das Vertrauen nach mehreren Gewinnwarnungen und einem spürbaren Personalabbau neu justieren.

Strategisch ist der Vorsprung bei der oralen GLP-1-Therapie für Fettleibigkeit hoch bedeutsam: Während Novo Nordisk bereits ab Januar Umsätze mit der Pille generieren will, wird die Zulassung für die Konkurrenztablette von Eli Lilly (LLY, $1060.00, +0,47%) erst für März oder April 2026 erwartet. Damit sichert sich Novo in einem der am schnellsten wachsenden Pharmamärkte der Welt – Adipositas-Behandlungen – wertvolle Marktanteile, bevor der Wettbewerb durch weitere orale GLP-1-Produkte intensiver wird. Parallel dazu treibt der seit August amtierende neue CEO Mark (Mike) Duster eine kulturelle Transformation voran, mit stärkerem Fokus auf Performance, Effizienz und Kapitaldisziplin. Nach einem Personalabbau von rund 11% muss das Management nun zeigen, dass die verschlankte Organisation im operativen Tagesgeschäft liefern kann.

Für Investoren stellt sich damit die Frage, ob die jüngste Kursreaktion der Beginn einer nachhaltigen Neubewertung oder nur eine technische Erholung nach dem Sell-off ist. Positiv zu werten ist, dass der Markt die strategische Bedeutung der Pille klar honoriert und den frühen Vertriebsstart im Januar einpreist. Entscheidend wird, ob Novo Nordisk die Lieferketten stabil halten und die enorme Nachfrage bedienen kann, ohne erneut in Kapazitätsengpässe oder Margendruck zu laufen. Gleichzeitig bleibt der Blick auf Eli Lilly gerichtet, wo der temporäre Nachteil beim Produktlaunch zwar schmerzt, der GLP-1-Markt insgesamt aber groß genug ist, um beiden Konzernen langfristig starkes Wachstum zu ermöglichen.

Gold (GC=F) – Wie lange kann die Rekordrallye noch laufen?

Gold (GC=F, $4511.20, +0,94%) hat in diesem Jahr bereits das 50. Allzeithoch markiert und liegt seit Jahresbeginn rund 70% im Plus. Zuletzt kletterte der Preis je Feinunze bis auf 4.489 Dollar und bewegt sich damit in Schlagdistanz zur Marke von 4.500 Dollar, während Analysten – etwa bei Goldman Sachs – für 2026 Kursziele um 4.900 Dollar ins Spiel bringen. Getrieben wird die Rallye von der Erwartung weiterer Zinssenkungen der Federal Reserve, massiven geopolitischen Spannungen und einem anhaltenden Kaufprogramm der Zentralbanken, die zunehmend US-Staatsanleihen durch physisches Gold ersetzen.

Marktbeobachter sprechen von einem ausgeprägten „Debasement-Trade“, bei dem Investoren das Vertrauen in Staatsanleihen und Fiat-Währungen verlieren und auf Edelmetalle ausweichen, während auch Silber und Platin zweistellige Zuwächse verzeichnen. Auffällig ist, dass große private Investmentfonds trotz der Rekorde gemessen an ihren Gesamtvermögen noch vergleichsweise geringe Goldbestände halten, was aus Sicht von Bullen weiteres strukturelles Potenzial signalisiert. Zusätzlich stützen saisonale Faktoren wie die Schmucknachfrage zum chinesischen Neujahrsfest und in Indien traditionell das erste Quartal, während ein schwächerer Dollar und niedrigere Realzinsen den Aufwärtstrend nach Einschätzung von Expertinnen wie Rachel Ziemba auch 2026 untermauern könnten.

Rheinmetall (RHM) – Wer profitiert von der neuen Kriegswirtschaft in Europa?

In Europa zeichnet sich eine strukturelle Verschiebung hin zu einer Art Kriegswirtschaft ab, von der Unternehmen wie Rheinmetall (RHM.DE, $1525.50, -1,26%) unmittelbar profitieren. Regierungen erhöhen ihre Verteidigungsbudgets dauerhaft, während klassische Industriekonzerne wie Siemens, ThyssenKrupp, Bosch und Continental ihre Kapazitäten für militärische Anwendungen und Dual-Use-Technologien ausbauen. Rheinmetall steht dabei an der Spitze der Entwicklung, baut seine Produktionskapazitäten massiv aus und meldet mehrjährige, gut gefüllte Auftragsbücher, die hohe Planbarkeit der Umsätze signalisieren.

Parallel dazu richten auch weitere DAX-Konzerne ihre Logistik-, Energie- und Sensoriklösungen stärker auf militärische Anforderungen aus, wodurch sich ein breites industrielles Ökosystem rund um Rüstung, Munitionsfertigung und Verteidigungslogistik bildet. Die politisch neu legitimierten Verteidigungsausgaben wirken wie ein langfristiger Wachstumspfeiler, auch wenn die Bewertung von Rüstungsaktien nach dem starken Lauf zunehmend anspruchsvoll wird. Für Anleger bedeutet dies, dass Titel wie Rheinmetall nicht mehr nur als zyklische Spekulation, sondern als struktureller Profiteur eines sicherheitspolitischen Paradigmenwechsels in Europa gehandelt werden.

ASML (ASML.AS) und SAP (SAP.DE) – Verliert Europa das Rennen um Künstliche Intelligenz?

ASML (ASML.AS, $897.30, +0,15%) und SAP (SAP.DE, $208.10, -0,22%) schlagen Alarm: Europa droht im globalen KI-Wettlauf klar hinter die USA und China zurückzufallen. ASML-CEO Christophe Fouquet verweist darauf, dass nur etwa 1 bis 2% der hochkomplexen Belichtungssysteme des Konzerns überhaupt nach Europa geliefert werden, weil es hier kaum Fertigungskapazitäten für fortschrittliche Halbleiter gibt und die Nachfrage nach High-Performance-Chips fast vollständig in den USA konzentriert ist. Fouquet fordert politische Rahmenbedingungen, die das komplette Halbleiter- und KI-Ökosystem wieder nach Europa ziehen, statt nur punktuell in Hardware zu investieren.

SAP-CEO Christian Klein sieht die europäische Chance dagegen weniger in Rechenzentren, sondern auf der Softwareebene: Europa solle seine Stärken bei branchenspezifischen KI-Anwendungen für Logistik, Fertigung und Life Sciences ausspielen, statt US- und China-Hyperscalern beim Infrastrukturausbau hinterherzulaufen. Rechenzentren „auf Vorrat“ zu bauen, ohne ausreichend Nachfrage durch produktive Softwarelösungen, hält Klein für riskant und warnt vor Kapitalfehlallokation. Gemeinsam zeichnen Fouquet und Klein das Bild eines Kontinents, der schnell strategische Entscheidungen treffen muss, um nicht dauerhaft zum KI-Importeur ohne eigene Wertschöpfung zu werden.

NVIDIA (NVDA) und Alphabet (GOOGL) – Tragen die KI-Milliarden 2026 wirklich ihre Kosten?

Die großen Cloud-Anbieter und Tech-Konzerne – die sogenannten Hyperscaler – stehen vor einer massiven Investitionswelle: In den kommenden zwölf Monaten dürften ihre CapEx-Ausgaben zusammengerechnet über 500 Milliarden Dollar erreichen, vor allem für KI-Rechenzentren. NVIDIA (NVDA, $182.19, +1,49%) gehört zu den größten Profiteuren dieser Entwicklung und zählt aktuell zu den wichtigsten Treibern der Rallye im S&P 500, weil Unternehmen weltweit Milliarden in GPU-basierte Infrastruktur stecken. Analysten warnen jedoch, dass die Messlatte für die kommenden Quartalszahlen extrem hoch liegt und die Märkte genau beobachten werden, ob die rasanten Investitionen sich rechtzeitig in entsprechend steigenden Gewinnen niederschlagen.

Zugleich nimmt der Wettbewerb auf der Hardwareseite zu, da Konzerne wie Alphabet (GOOGL, $308.86, +0,85%) eigene spezialisierte Chips entwickeln und parallel ihre Energieversorgung absichern: Alphabet hat für 4,75 Milliarden Dollar den Clean-Energy-Entwickler Intersect Power übernommen, um die Strombasis der schnell wachsenden KI-Rechenzentren zu stärken. Expertinnen wie Aisha Tarek warnen, dass der hohe CapEx-Einsatz die Cashflows stark bindet und bei ausbleibenden Renditen zu Verwässerungseffekten für Aktionäre führen könnte. Gleichzeitig zeigt sich Brian Moynihan, CEO der Bank of America, optimistisch und erwartet für 2026 ein US-Wachstum von rund 2,4%, getragen auch von den Produktivitätsgewinnen durch KI – womit sich die Frage zuspitzt, ob die enormen Ausgaben als Investition in einen neuen Produktivitätszyklus oder als teurer Hype in die Geschichte eingehen.

KURZNEWS

  • TSLA – Tesla: Tesla hat ein neues Rekordhoch um 500 Dollar erreicht, während Analysten für 2026 Kursziele zwischen 600 und 620 Dollar ausrufen, was zugleich die nächste Schwelle im Vergütungspaket von Elon Musk markiert. Trotz sinkender Marktanteile bei reinen Elektroautos in Europa rücken Robotik und autonomes Fahren in den Vordergrund, gestützt durch den erwarteten Serienstart des humanoiden Roboters Optimus im Jahr 2026.
  • TSLA – Tesla: Gleichzeitig kämpft Tesla mit kollabierenden Absatzzahlen bei Fahrzeugen, und die Robotaxi-Strategie steht in der Kritik, da in Austin nur etwa 30 Fahrzeuge mit sehr geringer gleichzeitiger Auslastung unterwegs sind. Reverse-Engineering-Analysen zeigen höhere Unfallraten im Kamera-only-Ansatz ohne LiDAR im Vergleich zu Konkurrenten, während die Börse der Aktie dennoch eine Bewertung von rund 1,5 Billionen Dollar und damit ein neues Allzeithoch zugesteht.
  • ASML – ASML: ASML (ASML.AS, $897.30, +0,15%) warnt davor, dass Europa im KI- und Halbleiterwettlauf klar hinter die USA und China zurückzufallen droht, da nur 1 bis 2% der EUV- und DUV-Systeme des Konzerns auf den europäischen Kontinent gehen. CEO Christophe Fouquet fordert daher bessere Rahmenbedingungen, um das Ökosystem der Chipfertigung und KI-Anwendungen wieder verstärkt nach Europa zu holen.
  • SAP – SAP: SAP (SAP.DE, $208.10, -0,22%) sieht Europas Chance im KI-Zeitalter weniger in Rechenzentrums-Hardware, sondern in branchenspezifischer Anwendungssoftware für Logistik, Fertigung und Life Sciences. CEO Christian Klein warnt davor, Infrastruktur „auf Vorrat“ zu bauen, solange die Software-Nachfrage im Inland noch nicht tragfähig genug ist, und plädiert für einen Fokus auf Mehrwertlösungen statt reinen Kapazitätsausbau.
  • NVO – Novo Nordisk: Novo Nordisk (NVO, $52.38, +0,02%) hat von der US-FDA die Zulassung für eine Pillenversion des Adipositas-Medikaments Wegovy erhalten und plant den US-Start bereits im Januar. Damit sichert sich der Konzern einen zeitlichen Vorsprung von etwa drei bis vier Monaten gegenüber der oralen Konkurrenz von Eli Lilly und versucht nach einem Kursrückgang von fast 50% im laufenden Jahr verlorenes Anlegervertrauen zurückzugewinnen.
  • LLY – Eli Lilly: Eli Lilly (LLY, $1060.00, +0,47%) gilt als Hauptkonkurrent im boomenden Markt für Adipositas-Medikamente, muss bei seiner eigenen Abnehm-Pille aber auf eine US-Zulassung bis März oder April 2026 warten. Der nun entstandene Zeitrückstand hinter Novo Nordisk wird genau beobachtet, während der GLP-1-Markt insgesamt als einer der größten strukturellen Wachstumstreiber im globalen Pharmasektor gilt.
  • DPW – Deutsche Post (DHL): Für Logistikwerte wie die Deutsche Post (DHL) sehen Experten ab 2026 Erholungspotenzial, nachdem der “Zollschock” infolge der Ankündigungen von Donald Trump weitgehend verarbeitet sei. Sinkende Zinsen und eine konjunkturelle Belebung in den USA und Asien könnten die Nachfrage nach Heavy-Logistik und Luftfracht wieder anschieben.
  • MAERSK – AP Möller-Maersk: Auch AP Möller-Maersk zeigt erste technische Kaufsignale auf Monatsbasis, was auf eine mögliche Bodenbildung im Container- und Frachtgeschäft hindeutet. Branchenkenner wollen die aktuelle Ruhephase nutzen, um erste Positionen im Sektor aufzubauen, sobald sich die Erholungstendenzen verfestigen.
  • ORSTED – Ørsted: Die Aktie von Ørsted steht unter massivem Druck, nachdem die US-Regierung unter Präsident Trump Pachtverträge für fünf Offshore-Windparks an der Ostküste aus Gründen der nationalen Sicherheit ausgesetzt hat. Die Begründung, wonach große Turbinen Radarsysteme stören könnten, wird von Experten als Teil einer breiteren politischen Kampagne gegen saubere Energien gewertet und belastet das Vertrauen in den gesamten Sektor.
  • JPM – JPMorgan: JPMorgan prüft den Einstieg in den Kryptohandel für institutionelle Kunden und arbeitet an einem erweiterten Produktangebot im Bereich digitaler Vermögenswerte. Marktbeobachter sehen darin ein klares Signal, dass Großbanken in der aktuell kryptofreundlichen politischen Umgebung in den USA ihre Zurückhaltung gegenüber Bitcoin & Co. zunehmend aufgeben.
  • BTC – Bitcoin: Bitcoin bleibt nach dem Allzeithoch im Oktober hochvolatil und konnte das Top bislang nicht zurückerobern, zwischenzeitlich aber wieder bis knapp 90.000 Dollar anziehen. Analysten blicken verstärkt auf das wachsende Stablecoin-Segment, dem Bloomberg Intelligence ein mögliches Zahlungsvolumen von bis zu 50 Billionen Dollar zutraut, und warnen zugleich vor Risiken wie einer möglichen Index-Streichung von MicroStrategy, die erhebliche Kapitalabflüsse auslösen könnte.
  • ORCL – Oracle: Oracle weist im KI-Rennen ein höheres Risikoprofil als NVIDIA auf, weil der Konzern erhebliche Schulden zur Finanzierung seiner KI-Infrastruktur aufnimmt. Die Aktie hat in den vergangenen sechs Monaten rund 5% verloren, da der Markt zunehmend die Frage stellt, wie schnell die massiven Investitionen in profitables Wachstum und belastbare Cashflows umschlagen.
  • TSLA – Tesla (Makro/Index-Beitrag): Neben Micron und NVIDIA zählt Tesla zu den größten Gewinnbeiträgern im S&P 500 in diesem Monat und profitiert vom “Santa-Claus-Rally”-Sentiment. Gleichzeitig warnen Experten vor der hohen Indexkonzentration und der Frage, ob Investoren die Geduld für die Rendite der massiven KI- und Robotik-Investitionen aufbringen.
  • MU – Micron: Micron gehört aktuell zu den maßgeblichen Treibern der S&P-500-Performance, getragen von der starken Nachfrage nach Speichermodulen für KI-Rechenzentren. Anleger stellen sich jedoch zunehmend die Frage, ob das Zyklik-Risiko im Speichersegment mit den hohen Erwartungen an nachhaltiges KI-Wachstum vereinbar ist.
  • COFFEE – Kaffee: Der Preis für Kaffee hat nach einer Korrektur ein wichtiges technisches Einkaufsziel erreicht und liegt nun auf einem 50-Jahres-Hoch. Trotz guter Ernte in Brasilien mit etwa 33% Weltmarktanteil übersteigt die globale Nachfrage weiter das Angebot, Analysten sehen Spielraum für einen Anstieg bis etwa 4,35 Dollar je Pfund und empfehlen aufgrund der hohen Volatilität nur moderaten Hebel.
  • OIL/GULF – Energie & Geopolitik: Die Spannungen im Persischen Golf eskalieren, nachdem der Iran binnen weniger Wochen drei Öltanker beschlagnahmt hat, während rund ein Viertel des weltweiten Ölhandels durch diese Region läuft. Experten warnen, dass ein Rückzug der Versicherer aus der Deckung für Schiffe im Golf zu extremen Verwerfungen an den Energiemärkten führen könnte, während der Iran trotz US-Sanktionen schätzungsweise 1,2 Millionen Barrel Öl pro Tag – überwiegend nach China – exportiert.
  • WBD – Warner Brothers Discovery / PARA – Paramount / NFLX – Netflix: Im Übernahmekampf um Warner Brothers Discovery spitzt sich die Lage zu, nachdem Paramount sein Angebot nachgebessert und durch eine persönliche Eigenkapitalzusage von Larry Ellison über 40 Milliarden Dollar unterfüttert hat. Der Warner-Vorstand favorisiert weiterhin das konkurrierende Angebot von Netflix, während Experten einen Zusammenschluss von Paramount und Warner als womöglich letzte Chance für einen Hollywood-basierten Streaming-Giganten sehen, der langfristig mit Netflix und Disney konkurrieren kann.
  • STABLECOINS – Banken & Krypto-Zahlungen: Banken arbeiten verstärkt an eigenen, auf Dollar oder Euro lautenden Stablecoins, um schnellere und günstigere Zahlungsabwicklungen zu ermöglichen. Schätzungen von Bloomberg Intelligence zufolge könnte das jährliche Zahlungsvolumen über Stablecoins perspektivisch bis zu 50 Billionen Dollar erreichen, was traditionelle Zahlungssysteme strukturell unter Druck setzen würde.

KALENDER Firmen & Unternehmen

EARNINGS

    MAKRO

    • US:
      • ADP-Beschäftigungsbericht – USA – Nachmittag (vor US-Börseneröffnung)
      • PCE-Kernrate (Verbraucherpreise) – USA – Nachmittag
      • BIP 3. Quartal, erste Veröffentlichung – USA – bereits gemeldet: +4,3% annualisiert
      • Auftragseingänge langlebiger Güter – USA – Nachmittag
      • Industrieproduktion – USA – Nachmittag
    • US ZINSDISKUSSION:
      • Fed-Fund-Futures signalisieren erste Zinssenkung der Federal Reserve nicht vor März 2025
      • Debatte um das 2%-Inflationsziel, u.a. durch Scott Bessent angestoßen

    IM BLICKPUNKT

    • Analysten zu TSLA: Mehrere Häuser bestätigen ihre positive Einschätzung für Tesla mit Kurszielen von 600 bis 620 Dollar bis 2026, was zugleich die nächste Schwelle im Vergütungspaket von Elon Musk markiert. Die Argumentation stützt sich weniger auf klassische Autoverkäufe, sondern auf Potenziale in Robotik und autonomem Fahren.
    • Analysten zu SIE – Siemens: Für Siemens sehen Analysten bis 2026 Kurse von über 250 Euro und empfehlen u.a. strukturierte Produkte wie Cap-Zertifikate, die auf eine seitwärts bis leicht steigende Kursentwicklung setzen. Ein wichtiger Treiber in den Modellen ist die mögliche Beteiligung von Siemens am Wiederaufbau der Ukraine mit Industrie- und Infrastrukturtechnik.
    • Analysten zu HO – Thales: Thales rückt mit seiner starken Position in Radar, Cyber Security und Raumfahrt verstärkt auf die Buy-Listen, auch vor dem Hintergrund eines 52-Milliarden-Euro-Pakets für die europäische Verteidigung. Charttechnisch wird ein Ausbruch über 237 Euro als Kaufsignal gesehen, der den Kurs zügig in Richtung 275 Euro treiben könnte.
    • Analysten zu PUM – Puma: Bei Puma erkennen Techniker eine mögliche Bodenbildung in Form einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation, mit einem ersten Kursziel um 24,50 Euro. Auf längere Sicht halten einige Häuser Niveaus um 30 Euro für erreichbar und positionieren die Aktie als Turnaround-Wette in Richtung Frühjahr 2026.