SP500 7.648,18 +0,04%DJ30 52.927,01 +0,23%NAS100 29.063,36 -0,13%GER40 25.881,61 +0,19%EU50 6.377,32 +0,45%BTCUSD 76.860,45 -0,75%ETHUSD 2.382,24 -1,56%VIX 17,13 -0,13% SP500 7.648,18 +0,04%DJ30 52.927,01 +0,23%NAS100 29.063,36 -0,13%GER40 25.881,61 +0,19%EU50 6.377,32 +0,45%BTCUSD 76.860,45 -0,75%ETHUSD 2.382,24 -1,56%VIX 17,13 -0,13%
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Chewy Quartal bringt -4.5% Kursrutsch: Einbruch oder Kaufchance?

Kann Chewy trotz des jüngsten Kursrutsches mit seinen starken Fundamentaldaten die Skeptiker an der Wall Street endgültig Lügen strafen?

Erwähnte Aktien
CHWY
Schlusskurs 20,55$ -4,51% 23.07.26 23:57 Uhr MESZ
Chewy, Inc.

Wie entwickelt sich das Geschäft von Chewy fundamental?

Nachdem die Aktie im Juni 2026 ein schmerzhaftes Mehrjahrestief markierte, konnte sie sich zuletzt um rund 23 Prozent erholen. Dennoch notiert das Papier weiterhin deutlich unter seinem Allzeithoch aus Pandemiezeiten, als Haustieraktien extrem gehyped wurden. Fundamental hat sich die Situation jedoch drastisch verbessert. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 3. Mai endete, kletterte der Nettoumsatz um fast 8 Prozent auf 3,36 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Im Fiskaljahr 2025 lag das Plus bei lediglich 6 Prozent. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung beim Gewinn: Der Nettogewinn stieg im ersten Quartal um 52 Prozent auf 95 Millionen US-Dollar, was einer Nettogewinnmarge von rund 1 Prozent entspricht. Dieses erfolgreiche **Chewy Quartal** beweist, dass das Unternehmen die Profitabilitätsschwelle nachhaltig überschritten hat. Seit dem Geschäftsjahr 2022 schreibt der Konzern kontinuierlich schwarze Zahlen und stärkt damit das Vertrauen der Anleger nachhaltig.

Warum überzeugt das neue Chewy Quartal die Anleger?

Ein zentraler Treiber für den anhaltenden Erfolg ist das hohe Maß an wiederkehrenden Umsätzen. Chewy generiert mittlerweile stolze 84 Prozent seiner Erlöse über das automatische Nachbestellsystem “Autoship”. Tierbesitzer lassen sich Futter, Spielzeug und Medikamente im Abonnement liefern, was dem Unternehmen eine extrem planbare Umsatzbasis sichert. Zudem wandelt sich der Konzern von einem reinen Online-Händler zu einem umfassenden Haustier-Dienstleister. Die Einführung der eigenen Tierarztpraxen unter dem Namen “Chewy Vet Care”, der Ausbau von Telemedizin-Diensten sowie die Expansion nach Kanada eröffnen völlig neue Wachstumsmärkte mit hohen Margen. Auch die Einführung der konsolidierten Eigenmarke “Chewy Made” dürfte die Profitabilität weiter ankurbeln. Die Bilanz für das jüngste **Chewy Quartal** spiegelt diese strukturellen Fortschritte hervorragend wider. Mit einem geschätzten Forward-KGV von 14 ist die Aktie im Vergleich zum historischen Durchschnitt äußerst attraktiv bewertet und bietet erhebliches Aufwärtspotenzial für langfristig orientierte Investoren.

Wie schlägt sich Chewy im Vergleich zur Konkurrenz?

Der direkte Vergleich mit dem Konkurrenten Petco macht die fundamentale Stärke von Chewy besonders deutlich. Während das Umsatzwachstum von Petco im jüngsten Vierteljahr vollständig stagnierte, konnte Chewy seinen Umsatz um solide 8 Prozent steigern. Auch bilanziell trennen die beiden Unternehmen Welten. Während Petco eine massive Schuldenlast von 2,3 Milliarden US-Dollar bei einer enorm geringen Marktkapitalisierung von nur rund 750 Millionen US-Dollar drückt, verfügt Chewy über eine solide Netto-Cash-Position. Dies macht das Unternehmen in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld deutlich resilienter gegen makroökonomische Krisen. Zwar wird Chewy mit dem 19-fachen EBITDA bewertet, was einen Aufschlag gegenüber Petco darstellt, doch die überlegene Marktführerschaft im E-Commerce-Bereich rechtfertigt diesen Premium-Status vollkommen. Das abgelaufene **Chewy Quartal** untermauert somit die führende Rolle im digitalen Heimtiermarkt eindrucksvoll.

Das jüngste **Chewy Quartal** zeigt eindrucksvoll, dass der Online-Händler seine Hausaufgaben gemacht hat und die Transformation zum integrierten Haustier-Ökosystem Früchte trägt. Für weitsichtige Anleger bietet die aktuell moderate Bewertung bei gleichzeitig stark steigenden Gewinnen eine vielversprechende Einstiegsgelegenheit. Die nächsten Quartalsberichte dürften zeigen, ob die strategischen Initiativen das Wachstum weiter beschleunigen können.

Wie beeinflusst das die Chewy Corporation-Aktie?

Fazit

Wenn Sie mehr über die jüngsten Entwicklungen erfahren möchten, lesen Sie unseren Artikel über das Chewy Quartal und den jüngsten Kurssturz trotz starker operativer Ergebnisse. Wer sich für weitere spannende Markttrends interessiert, sollte zudem einen Blick auf die Uber Robotaxi-Rallye werfen, die trotz anhaltender Zweifel an der Profitabilität für Aufsehen sorgt.

Comcast Quartal schockt mit -6,4%: Peacock-Rekord reicht nicht

Kann die geplante Abspaltung des Mediengeschäfts die Comcast-Aktie nach dem jüngsten Kurssturz retten, oder droht dem Kabelriesen der dauerhafte Abstieg?

Erwähnte Aktien
CMCSA
Schlusskurs 22,02$ -6,38% 23.07.26 23:52 Uhr MESZ
Comcast Corporation
CTP2
CTP2
Schlusskurs —,–$ +0,00%
CTP2

Wie lief das Comcast Quartal bei den Zahlen?

Im abgelaufenen Zeitraum verzeichnete die Comcast Corporation einen Umsatz von 29,94 Milliarden Dollar. Dies übertraf die durchschnittlichen Analystenschätzungen von rund 29,3 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,04 Dollar, was über der Konsensprognose von 0,97 Dollar lag. Dennoch sank das bereinigte EPS im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,7 Prozent. Ein wesentlicher Treiber für das Umsatzwachstum von 4,7 Prozent auf vergleichbarer Basis war die starke Performance im Medienbereich. Das bereinigte EBITDA der Connectivity-Sparte sank hingegen um fast sechs Prozent auf 7,96 Milliarden Dollar. Trotz der soliden Gewinnzahlen zeigten sich die Anleger besorgt über die langfristige Entwicklung im Kerngeschäft. Die Aktie verlor im heutigen Handel deutlich an Boden und notierte zuletzt bei 22,02 Dollar. Dies entspricht einem Minus von 6,38 Prozent gegenüber dem Vortag.

Warum glänzt Peacock bei Comcast?

Ein historischer Meilenstein im jüngsten Comcast Quartal war die erstmalige Profitabilität des hauseigenen Streaming-Dienstes Peacock. Die Plattform generierte im Berichtszeitraum ein positives EBITDA von 189 Millionen Dollar, nachdem in den Vorjahren regelmäßig hohe Verluste angefallen waren. Der Umsatz von Peacock kletterte auf 1,9 Milliarden Dollar. Haupttreiber für diesen Erfolg waren hochkarätige Sportereignisse wie die NBA-Playoffs und die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die auf Telemundo und Peacock Rekordeinschaltquoten erzielten. Die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg um zwei Millionen auf insgesamt 48 Millionen. Auch das Filmstudio lief hervorragend: Blockbuster wie “The Super Mario Galaxy Movie” verhalfen der Sparte zu einem deutlichen Gewinnplus. Damit beweist der Konzern, dass er im harten Wettbewerb mit Rivalen wie Netflix oder Disney im Content-Bereich eine starke Nische besetzt, die nun auch finanziell Früchte trägt.

Welche Probleme hat Comcast beim Breitband?

Während die Unterhaltungssparte glänzt, bleibt das klassische Breitband- und Kabelgeschäft das Sorgenkind des Konzerns. Im abgelaufenen Comcast Quartal verlor das Unternehmen netto 167.000 Breitband-Kunden. Der anhaltende Trend zum “Cord-Cutting” führte zudem zu einem Verlust von 280.000 Kabel-TV-Abonnenten. Der Wettbewerb durch günstige 5G-Heiminternet-Angebote von Telekommunikationsanbietern und Satellitendienste wie Starlink setzt dem Kabelriesen massiv zu. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss das Unternehmen aggressivere Preise anbieten, was jedoch die Margen belastet. Ein wichtiger Lichtblick in diesem Segment ist das Mobilfunkgeschäft. Mit einem Rekordzuwachs von 448,000 neuen Mobilfunklinien konnte die Gesamtzahl der Anschlüsse auf 10,2 Millionen gesteigert werden. Dieser Bereich gilt als essenziell, um Kunden im Ökosystem zu halten und den Rückgang im klassischen Festnetzgeschäft abzufedern.

Wie sieht die Zukunft von Comcast aus?

Um die gegensätzlichen Entwicklungen zu adressieren, treibt das Management die strategische Aufspaltung voran. NBCUniversal und Sky sollen im nächsten Jahr in ein eigenständiges, börsennotiertes Medienunternehmen ausgegliedert werden. Ziel ist es, die wachstumsstarken Medien- und Freizeitpark-Assets vom kapitalintensiven Infrastrukturgeschäft zu trennen. Analysten weisen darauf hin, dass die Bewertungsmultiplikatoren für Kabelnetzbetreiber in den letzten Jahren drastisch gesunken sind. Durch die Abspaltung der Medienaktivitäten könnte erheblicher Shareholder-Value freigesetzt werden, da reine Medienkonzerne an der Börse oft deutlich höher bewertet werden. Die Comcast Corporation selbst würde sich nach der Transaktion primär auf ihr nationales Konnektivitätsnetzwerk konzentrieren und damit eine klarere Investmentstory bieten.

Second quarter results show continued progress against our strategic priorities. In Connectivity & Platforms, our strategic pivot in broadband is gaining traction.
— Brian Roberts & Mike Cavanagh
Fazit

Das jüngste Comcast Quartal verdeutlicht die Notwendigkeit des radikalen Konzernumbaus. Während die Profitabilität von Peacock und das starke Studiogeschäft die hohe Qualität der Medien-Assets unterstreichen, zwingt die anhaltende Schwäche im Breitbandbereich zum Handeln. Für langfristig orientierte Anleger bietet die geplante Aufspaltung eine spannende Gelegenheit, da sie das Potenzial hat, verborgene Werte im Konzern freizusetzen.

Amazon Quartalszahlen: -4,5% Schock nachbörslich belastet Aktie

Können die kommenden Amazon Quartalszahlen den jüngsten Tech-Ausverkauf stoppen, oder droht der Aktie trotz starker AWS-Zahlen ein weiterer Rückschlag?

Erwähnte Aktien
AMZN
Schlusskurs 234,54$ +0,04% 23.07.26 23:31 Uhr MESZ
Amazon

Was bedeuten die Amazon Quartalszahlen für Anleger?

Im Vorfeld der Veröffentlichung steht die Aktie von Amazon unter Druck. Am Donnerstag verlor das Papier im nachbörslichen Kontext rund 4,5 Prozent und notierte bei 234,54 US-Dollar. Dieser Rückgang ist Teil einer breiteren Korrektur im Technologiesektor, die insbesondere die sogenannten „Magnificent Seven“ traf. An einem einzigen Tag wurde bei diesen Tech-Giganten ein Börsenwert von fast 800 Milliarden Dollar vernichtet. Auslöser waren unter anderem die jüngsten Ergebnisse von Alphabet, deren hohe Investitionen in die KI-Infrastruktur die Sorgen über steigenden Margendruck befeuerten. Dies beeinflusst nun auch die Erwartungen an die neuen **Amazon Quartalszahlen**.

Dennoch bleiben viele Analysten optimistisch gestimmt. Das renommierte Analysehaus Wedbush bestätigte jüngst seine Einstufung auf „Outperform“ und hielt an einem Kursziel von 293 US-Dollar fest. Experten betonen, dass die Bewertung des Konzerns im Vergleich zu den Vorjahren deutlich attraktiver geworden ist. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sank im vergangenen Jahr von 36 auf 29 und liegt damit unter dem Fünfjahres-Median.

Wie stark belasten die KI-Ausgaben den Konzern?

Ein zentraler Diskussionspunkt vor den **Amazon Quartalszahlen** sind die massiven Investitionsausgaben (CapEx). Für das laufende Jahr hat das Management ein Budget von rund 200 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Branchenexperten wie Gil Luria erwarten jedoch, dass diese Prognose aufgrund gestiegener Kosten für Serverkomponenten, Arbeitsspeicher und Energie weiter angehoben werden könnte. Ein Großteil dieser Mittel fließt direkt in die Entwicklung zukunftsweisender Technologien.

Unter dem Codenamen „Project Lighthouse“ treibt das Unternehmen beispielsweise eine umfassende KI-Erneuerung seiner Streaming-Plattform Prime Video voran. Dieses Projekt, das maßgeblich von Gründer Jeff Bezos initiiert wurde, soll personalisierte Empfehlungen und KI-generierte Kacheln einführen, um die Kundenbindung der über 200 Millionen Nutzer zu stärken. Derzeit hält Prime Video in den USA einen Marktanteil von 4,2 Prozent und liegt damit hinter Netflix und Disney+. Zudem investiert der Konzern Milliardensummen in führende KI-Entwickler, um seine Position gegenüber Konkurrenten wie Apple oder Tesla erfolgreich zu behaupten.

Welche Rolle spielt das Cloud-Geschäft von AWS?

Die fundamentale Stärke des Unternehmens basiert weiterhin auf der Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS). Im letzten berichteten Quartal verzeichnete AWS ein Umsatzwachstum von mehr als 28 Prozent auf 37,6 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge lag bei beeindruckenden 37,7 Prozent. CEO Andy Jassy sprach vom schnellsten Wachstum seit 15 Quartalen.

Für langfristiges Vertrauen sorgt der vertraglich gesicherte Cloud-Backlog von stolzen 364 Milliarden US-Dollar. Großkunden wie OpenAI haben bereits erhebliche Kapazitäten für die eigenen Trainium-Chips gebucht, während Anthropic sich bis zu 5 GW gesichert hat. Zudem setzt der Konzern verstärkt auf eigene Spezialchips wie Trainium und Graviton, um die Abhängigkeit von externen Chipherstellern wie NVIDIA zu verringern. Dieses Halbleitergeschäft wächst dreistellig und erzielt bereits einen annualisierten Umsatz von rund 20 Milliarden US-Dollar.

Die kommenden **Amazon Quartalszahlen** werden zeigen, ob die aggressiven KI-Investitionen das Wachstum nachhaltig beschleunigen können. Für langfristig orientierte Anleger bietet die aktuelle Bewertung trotz des kurzfristigen Margendrucks eine vielversprechende Perspektive. Sollte die Cloud-Sparte AWS weiterhin stark abschneiden, dürfte das Unternehmen seine führende Marktposition erfolgreich verteidigen und den Aktionären solide Renditen bescheren.

Wie beeinflusst das die Amazon-Aktie?

Wir investieren nicht auf gut Glück rund 200 Milliarden Dollar an CapEx im Jahr 2026. Wir haben bereits für einen erheblichen Teil dieser Ausgaben feste Kundenverpflichtungen.
— Andy Jassy
Fazit

Die zukünftige Entwicklung hängt stark davon ab, wie effizient der Konzern seine Ressourcen einsetzt. So zeigt der jüngste Amazon KI Stellenabbau, dass das Unternehmen trotz des Investitionsbooms strikt auf Effizienz achtet. Gleichzeitig treibt die globale Nachfrage nach Hochleistungschips die gesamte Tech-Branche an, wie die jüngste Entwicklung rund um die SK Hynix Chipknappheit verdeutlicht, die den Halbleitermarkt weiterhin stark beeinflusst.

Deutsche Telekom Quartal enttäuscht: -3,7% Schock durch US-Tochter

Kann die Deutsche Telekom den jüngsten Kursrutsch stoppen, oder reißt die schwächelnde US-Tochter T-Mobile US die Aktie jetzt endgültig in die Tiefe?

Erwähnte Aktien
DTE
Schlusskurs 26,20€ -3,73% 23.07.26 17:24 Uhr MESZ
Deutsche Telekom

Warum enttäuscht das jüngste Deutsche Telekom Quartal?

Für die Aktionäre der Deutsche Telekom verläuft das Börsenjahr 2026 bisher äußerst wechselhaft. Nach einem hoffnungsvollen Start im Januar und Februar geriet das Papier durch steigende Anleiherenditen massiv unter Druck. Ende Juni markierte die Aktie sogar den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren, was in der technischen Analyse als klares Verkaufssignal gewertet wurde. Zwar konnten sich die Notierungen im Anschluss wieder etwas erholen und über die wichtige Unterstützung zwischen 26,00 und 26,50 Euro klettern, doch diese Stabilisierung ist nun akut gefährdet.

Das aktuelle **Deutsche Telekom Quartal** leidet unter den durchwachsenen Signalen aus den USA. Da die Bonner rund 54 Prozent der Anteile an ihrer US-Tochter halten, schlagen die dortigen Entwicklungen direkt auf den heimischen Aktienkurs durch. Die jüngste Erholung droht nun an der 50-Tage-Linie nach unten abzuprallen und damit den jüngsten Aufwärtstrend vorerst zu beenden.

Wie schlägt sich die US-Tochter T-Mobile US?

Das laufende **Deutsche Telekom Quartal** wird maßgeblich von der US-Tochter beeinflusst, die für das abgelaufene Jahresviertel einen Umsatz von 22,8 Milliarden US-Dollar vorlegte. Dies entspricht zwar einem Zuwachs von 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, verfehlte die Konsensschätzungen jedoch um rund 150 Millionen US-Dollar. Hauptgrund für den Dämpfer war der Rückgang bei den Netto-Neuabschlüssen, die im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 277.000 zurückgingen. Immerhin konnte T-Mobile US den Umsatz pro Bestandskunden um 2 Prozent auf 152,91 US-Dollar steigern.

Auf der Ergebnisseite gab es hingegen positive Nachrichten: Der Gewinn je Aktie nach GAAP belief sich auf 2,99 US-Dollar, womit die Erwartungen der Analysten um 39 Cent übertroffen wurden. Insgesamt stand ein Nettogewinn von 3,24 Milliarden US-Dollar in den Büchern, nach 3,22 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Auch das operative Ergebnis (EBITDA) und der freie Cashflow zeigten sich verbessert.

Welche Prognosen gibt der Mobilfunkriese ab?

Trotz der Umsatzschwäche blickt das Management optimistisch in die Zukunft und hob die Prognose für das Gesamtjahr an. Der freie Cashflow soll nun eine Spanne von 18,6 Milliarden US-Dollar erreichen, nachdem zuvor 18,4 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt worden waren. Bei den Netto-Neuverträgen rechnet das Unternehmen mit 950.000 bis 1,05 Millionen Abschlüssen, während das bereinigte EBITDA zwischen 37,1 und 37,5 Milliarden US-Dollar liegen soll. Zudem sind Investitionen in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar in den Netzausbau geplant.

CEO Srini Gopalan betonte die starke operative Ausführung und die Fortschritte beim Erreichen der ambitionierten Ziele für die kommenden Jahre. Dennoch reagierte der Markt verschnupft: Im vorbörslichen US-Handel verlor die Aktie von T-Mobile US zeitweise über 5 Prozent an Wert, was den Jahresverlust auf über 10 Prozent ausweitete.

Zusammenfassend zeigt das **Deutsche Telekom Quartal**, dass die Bäume im US-Geschäft nicht mehr in den Himmel wachsen und der Wettbewerb härter wird. Für langfristig orientierte Anleger bietet die moderate Bewertung von T-Mobile US mit einem KGV von 15,9 zwar eine solide Basis, doch charttechnisch bleibt die Lage bei beiden Werten vorerst extrem angespannt. Die kommenden Ergebnisse der Muttergesellschaft am 6. August werden zeigen, ob die Bonner aus eigener Kraft für einen echten Befreiungsschlag sorgen können.

Wie beeinflusst das die Deutsche Telekom-Aktie?

Q2 markierte ein weiteres Quartal mit starker Ausführung, während wir bedeutende Fortschritte machen, unsere ambitionierten Ziele für 2026 und 2027 zu erreichen.
— Srini Gopalan
Fazit

Während die aktuellen US-Zahlen belasten, gibt es an anderer Stelle zukunftsweisende Impulse für den Konzern. So zeigt der Bericht +5% Kurssprung: Deutsche Telekom KI-Rechenzentrum rockt, wie das Unternehmen in München mit neuer Infrastruktur Akzente setzt. Zeitgleich treibt die globale Technologie-Nachfrage auch Zulieferer an, wie die Analyse SK Hynix Chipknappheit: Aktie steigt um 3,6% nach Boom-Prognose verdeutlicht, was die Relevanz moderner Netze unterstreicht.

Micron Technologie Quartalszahlen: +345% Umsatz-Boom dank KI-Hype

Können die spektakulären Micron Technologie Quartalszahlen und Elon Musks Lob die Aktie jetzt dauerhaft über die 1.000-Dollar-Marke hieven?

Erwähnte Aktien
MU
Schlusskurs 995,32$ +0,03% 23.07.26 23:09 Uhr MESZ
Micron Technology, Inc.

Wie stark fielen die Micron Technologie Quartalszahlen aus?

Die historischen Ergebnisse des dritten Geschäftsquartals zeigen eine fundamentale Verschiebung im Geschäftsmodell von Micron Technology (MU). Das Unternehmen verzeichnete eine GAAP-Bruttomarge von spektakulären 84,6 Prozent – ein Wert, der üblicherweise nur von reinen Software-Konzernen erreicht wird. Im Vorjahreszeitraum lag diese Marge noch bei bescheidenen 37,7 Prozent. Dieser rasante Anstieg verdeutlicht die enorme Preismacht, die der Konzern durch die Verknappung von KI-Speichern besitzt.

Der Umsatz schoss im Jahresvergleich um 345,7 Prozent auf 41,46 Milliarden Dollar empor und übertraf die Erwartungen des Marktes um fast 18 Prozent. Der operative Gewinn kletterte um astronomische 1.436 Prozent auf 33,32 Milliarden Dollar. Haupttreiber dieser Entwicklung war das Cloud-Memory-Segment mit 13,77 Milliarden Dollar, dicht gefolgt von den Bereichen Core Data Center sowie Mobile und Client mit jeweils 11,52 Milliarden Dollar. Diese Zahlen untermauern, warum die Micron Technologie Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten so deutlich schlagen konnten.

Warum bedankt sich Elon Musk bei Micron Technology?

Für eine Überraschung sorgte Tesla-Chef Elon Musk während der jüngsten Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen des Elektroautobauers. Musk nutzte die Bühne, um sich explizit bei dem Speicherhersteller zu bedanken. Er betonte, dass Micron Technology dem Autobauer eine wichtige Speicherallokation gesichert habe, obwohl die Preise für Speicherchips derzeit „ziemlich verrückt“ seien. Solche namentlichen Erwähnungen von Zulieferern sind bei Earnings Calls äußerst selten und unterstreichen die kritische Rolle, die High-Bandwidth-Memory (HBM) in der modernen KI-Infrastruktur spielt.

Neben Tesla sichern sich immer mehr Tech-Giganten langfristige Lieferverträge. Die steigenden Investitionsausgaben von Schwergewichten wie Alphabet zeigen, dass der Bedarf an leistungsfähigen KI-Chips und dem dazugehörigen schnellen Arbeitsspeicher ungebrochen ist. Alphabet kündigte an, seine Investitionen in diesem Jahr massiv aufzustocken, was direkt der Nachfrage nach den Produkten von Micron zugutekommt.

Wie bewerten Analysten die Aktie nach den Zahlen?

Die Reaktionen der großen Investmentbanken ließen nicht lange auf sich warten. Die Analysten von Bank of America fügten die Aktie ihrer renommierten „U.S. 1 List“ hinzu und setzten ein ambitioniertes Kursziel von 1.550 Dollar. Auch Morgan Stanley zeigte sich optimistisch und hob das Kursziel auf 1.200 Dollar an, während UBS mit einem Ziel von 1.625 Dollar noch einen Schritt weiter ging. Baird korrigierte seine Prognose drastisch nach oben und sieht das Potenzial nun bei 1.280 Dollar.

Der Analyst Gil Luria von DA Davidson argumentiert sogar, dass Speicherchips ihren Charakter als reine Massenware verloren haben und setzt ein Kursziel von 2.000 Dollar an. Demgegenüber steht die Einschätzung von Angelo Zeno, der darauf verweist, dass die Aktie derzeit nur mit dem 5-Fachen der geschätzten Gewinne für das Kalenderjahr 2028 bewertet wird, was die zyklischen Risiken bereits übermäßig diskontiere. Dennoch bleibt die Sorge vor einer Überkapazität ab dem Jahr 2028 bestehen, wenn Konkurrenten wie Samsung und SK Hynix neue Werke in Betrieb nehmen.

Ist die Aktie trotz der Kursrallye noch ein Kauf?

Nachdem die Aktie im Juni ein Allzeithoch bei 1.255 Dollar markiert hatte, konsolidierte der Kurs zuletzt leicht. Aktuell notiert das Papier bei 995,32 Dollar. Trotz des jüngsten Rücksetzers verzeichnet der Titel auf Jahressicht ein Plus von über 750 Prozent. Für Anleger stellt sich die Frage, ob der Einstieg jetzt noch lohnt. Die bullische These stützt sich vor allem auf die sogenannten „Take-or-Pay“-Verträge, die rund 40 Prozent des Umsatzes absichern und den Konzern vor plötzlichen Nachfrageeinbrüchen schützen sollen. Kritiker warnen jedoch vor der historischen Zyklik der Halbleiterbranche, die auch in diesem Superzyklus irgendwann zurückkehren könnte.

In der KI-Ära ist Speicher zu einem strategischen Gut für unsere Kunden geworden.
— Sanjay Mehrotra
Fazit

Zusammenfassend zeigen die Micron Technologie Quartalszahlen, dass das Unternehmen operativ auf absolutem Rekordniveau agiert. Die fundamentale Sonderkonjunktur durch den KI-Boom dürfte das Geschäft auch in den kommenden Quartalen stützen, während die extrem hohe Nachfrage die Preise hochhält.

Norfolk Southern Fusion treibt Aktie um +5%: Rekordzahlen überzeugen

Kann die Norfolk Southern Fusion trotz regulatorischer Hürden den Schienenverkehr in den USA für immer revolutionieren?

Erwähnte Aktien
NSC
NSC
Schlusskurs 348,55$ +5,32% 23.07.26 22:02 Uhr MESZ
Norfolk Southern Corporation

Welche Rekordzahlen liefert Norfolk Southern für das zweite Quartal?

Die Norfolk Southern Corporation blickt auf ein phänomenales Vierteljahr zurück. Der US-Eisenbahnkonzern erzielte im zweiten Quartal einen Rekordumsatz von 3,5 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich, die im Konsens mit 3,37 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten. Das Frachtvolumen kletterte um 4 Prozent, während höhere Treibstoffzuschläge rund sechs Prozentpunkte des Umsatzwachstums ausmachten.

Auch beim Gewinn pro Aktie (EPS) lieferte das Unternehmen ab. Das verwässerte EPS lag bei 3,26 US-Dollar. Bereinigt um Einmaleffekte – darunter Kosten für die geplante **Norfolk Southern Fusion** sowie Aufwendungen für die Bewältigung des Zugunglücks in Ohio – erreichte das bereinigte Ergebnis je Aktie starke 3,52 US-Dollar. Damit wurde die durchschnittliche Schätzung der Analysten von 3,31 US-Dollar signifikant übertroffen. Das operative Ergebnis aus dem Eisenbahnbetrieb sank zwar nominell um 4 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar, stieg jedoch auf bereinigter Basis um 5 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Die bereinigte Operating Ratio, eine wichtige Effizienzkennzahl im Bahnsektor, lag bei soliden 65,5 Prozent im Vergleich zu 62,2 Prozent im Vorjahr. CEO Mark George betonte, dass das Team in einem dynamischen Marktumfeld hervorragende Arbeit geleistet habe und die Nachfragetrends für die zweite Jahreshälfte ermutigend seien.

Wie steht es um die Norfolk Southern Fusion?

Der Fokus der Anleger richtet sich nun verstärkt auf die regulatorische Genehmigung des 85 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschlusses mit Union Pacific. Diese Transaktion soll die erste echte transkontinentale Gütereisenbahn der USA mit einem Streckennetz von über 50.000 Meilen quer durch 43 Bundesstaaten schaffen. Jüngst hatte die US-Regulierungsbehörde Surface Transportation Board (STB) die formelle Prüfung vorübergehend ausgesetzt, da zusätzliche Informationen angefordert wurden. Die beiden Konzerne müssen bis zum 27. Juli ergänzende Unterlagen einreichen, um die Umweltprüfung und die Detailbewertung fortzusetzen.

Trotz dieser bürokratischen Verzögerung zeigen sich die Verantwortlichen äußerst zuversichtlich. Im Rahmen der Analystenkonferenz von Union Pacific erklärte das Management, dass man die Fragen der Behörde präzise beantworten werde. Zudem wurden freiwillige Verpflichtungen wie erweiterte Gateway-Garantien vereinbart, um den Wettbewerb zu fördern und die Bedenken der Kunden zu zerstreuen. Die **Norfolk Southern Fusion** verspricht nahtlose Verbindungen, eine höhere Zuverlässigkeit und signifikante Kosteneinsparungen, was den Schienenverkehr gegenüber dem Straßentransport stärken soll.

Welche Rolle spielt Canadian National Railway für den Deal?

Ein entscheidender Wendepunkt für das Gelingen der Fusion zeichnete sich am Mittwoch ab. Union Pacific meldete eine umfassende Einigung mit der Canadian National Railway. Die kanadische Bahngesellschaft war zuvor einer der schärfsten Kritiker des Vorhabens. Im Rahmen des Vergleichs erhält Canadian National Railway erweiterten Zugang zu wichtigen Korridoren im Mittleren Westen zwischen St. Louis und Kansas City sowie eine direkte Route nach Mexiko über das Schienennetz von Union Pacific. Im Gegenzug zieht die kanadische Gesellschaft ihre formellen Einwände gegen die **Norfolk Southern Fusion** vollständig zurück.

Diese Nachricht sorgte an der Börse für große Erleichterung. Analysten von Wells Fargo und J.P. Morgan bewerteten den Schritt als strategischen Meilenstein, der den Weg für die behördliche Genehmigung erheblich ebnet. Auch die Bank of America hob hervor, dass die Kooperation mit Canadian National Railway die verbleibenden wettbewerbsrechtlichen Risiken des Megadeals minimiert. Durch die Beseitigung dieses massiven Widerstands rückt die Realisierung des transkontinentalen Schienennetzes in greifbare Nähe.

Our team adapted to a dynamic operating environment with focus and an unwavering commitment to safety.
— Mark George
Fazit

Die Norfolk Southern Corporation überzeugt mit einem starken operativen Quartal und beweist trotz regulatorischer Hürden eine hohe Widerstandskraft. Die Fortschritte bei der geplanten **Norfolk Southern Fusion** und die strategische Einigung mit Canadian National Railway verbessern die langfristigen Wachstumsaussichten des Konzerns erheblich. Für Anleger bleibt die Aktie dank der Kombination aus operativer Stärke und dem Potenzial des historischen Zusammenschlusses ein hochinteressantes Investment im Transportsektor. Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell die Behörden den Weg für dieses historische Schienennetz endgültig freigeben.

Energie-Aktie profitiert massiv: WTI-Rohöl explodiert um +4,8%

Wird der überraschende Sprung des WTI-Rohöls über die 91-Dollar-Marke die Inflation neu entfachen und die Zinswende der Fed stoppen?

Erwähnte Aktien
WTIUSD
Aktuell 91,96$ +4,87% 23.07.26 22:29 Uhr MESZ
WTI Crude Oil

Welche Faktoren treiben den Markt an?

Die Gründe für den plötzlichen Preisanstieg beim WTI-Rohöl sind vielschichtig. Experten verweisen auf eine Kombination aus unerwartet stark gesunkenen Lagerbeständen in den USA und anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Die Nachfrage auf dem globalen Markt zeigt sich trotz der restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken bemerkenswert robust. Insbesondere die jüngsten Konjunkturdaten aus Asien und Nordamerika deuten darauf hin, dass der Energiebedarf im laufenden Quartal höher ausfällt als ursprünglich prognostiziert.

Zusätzlich stützen die Förderkürzungen der OPEC+ das Preisniveau. Die Allianz hat signalisiert, dass sie das Angebot weiterhin künstlich verknappen will, um die Preise zu stabilisieren. Analysten von Goldman Sachs betonten in einer aktuellen Einschätzung, dass das knappe Angebot den Markt bis weit in das zweite Halbjahr hinein in einem Defizit halten könnte. Die US-Investmentbank hob in diesem Zusammenhang ihr kurzfristiges Kursziel für WTI auf 95 US-Dollar an. Auch Morgan Stanley äußerte sich optimistisch und sieht das Aufwärtspotenzial durch die anhaltende Importnachfrage der Schwellenländer untermauert.

Wie reagieren Chevron und Exxon Mobil?

Vom steigenden Ölpreis profitieren naturgemäß vor allem die großen Energiekonzerne. Die Aktien von Chevron und Exxon Mobil verzeichneten im Zuge der Ölpreisrallye deutliche Kursgewinne im heutigen Handel. Investoren greifen in solchen Phasen verstärkt auf die etablierten Branchenriesen zurück, da diese durch ihre hohe Dividendenrendite und starke Bilanzqualität als sichere Häfen im volatilen Rohstoffsektor gelten.

Auch europäische Akteure wie BP und Shell können von der Entwicklung profitieren. Der steigende WTI-Preis zieht in der Regel auch die europäische Referenzsorte Brent mit nach oben. Die Citigroup merkte in einer Analyse an, dass die Cashflows der großen Ölmultis bei einem Ölpreis von über 90 US-Dollar massiv ansteigen werden. Dies dürfte den Spielraum für weitere Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen im laufenden Geschäftsjahr erheblich vergrößern. Dennoch mahnen einige Marktbeobachter zur Vorsicht, da ein zu rascher Preisanstieg die globale Konjunktur abwürgen und somit langfristig die Nachfrage schwächen könnte.

Was bedeutet das für die Inflation?

Ein dauerhaft hoher Ölpreis birgt erhebliche Risiken für die globale Inflationsentwicklung. Die Notenbanken, allen voran die Federal Reserve, beobachten die Rohstoffpreise genau. Sollte sich der Preis für WTI-Rohöl nachhaltig über der Marke von 90 US-Dollar etablieren, könnte dies die Transport- und Produktionskosten in vielen Industriebereichen verteuern. Dies würde den Druck auf die Verbraucherpreise erhöhen und die von Marktteilnehmern erhofften Zinssenkungen weiter in die Ferne rücken lassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Dynamik im Energiesektor vorerst hoch bleibt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Marke von 92 US-Dollar nachhaltig verteidigt werden kann. Anleger sollten die Lagerbestandsdaten der Energy Information Administration (EIA) sowie die geopolitischen Entwicklungen aufmerksam verfolgen, um frühzeitig auf Trendwenden reagieren zu können.

Fazit

Der Markt für Rohöl bleibt somit ein hochspannendes Pflaster für kurzfristige Trader und langfristige Investoren gleichermaßen. Die aktuelle Stärke von WTI Crude Oil untermauert die Attraktivität von Energieaktien in einem inflationären Umfeld. Für strategische Anleger bietet das aktuelle Niveau eine gute Gelegenheit, die Positionierung im Rohstoffsektor zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

SK Hynix Chipknappheit: Aktie steigt um 3,6% nach Boom-Prognose

Kann die dramatische SK Hynix Chipknappheit die Aktie trotz drohender zyklischer Risiken auf ein neues Rekordhoch katapultieren?

Erwähnte Aktien
SKHY
Schlusskurs 171,28$ +3,64% 23.07.26 22:07 Uhr MESZ
SK Hynix Inc.

Wie lange hält die SK Hynix Chipknappheit an?

Der Markt für Dynamic Random-Access Memory (DRAM) läuft heiß. Getrieben durch den enormen Bedarf an High-Bandwidth Memory (HBM) im Bereich der künstlichen Intelligenz, übersteigt die Nachfrage das Angebot bei Weitem. CEO Kwak Noh-Jung warnte kürzlich sogar davor, dass das Jahr 2027 den schlimmsten Speicherengpass in der Geschichte der Branche bringen könnte. Diese fundamentale SK Hynix Chipknappheit stützt die Erwartung, dass die Umsätze und Margen des Konzerns auf absehbare Zeit hoch bleiben. Das Unternehmen ist der wichtigste Partner von NVIDIA bei der Lieferung von HBM-Chips und hält in diesem Segment einen Marktanteil von fast 60 Prozent. Da die Produktion von HBM-Speichern extrem komplex ist und die dreifache Wafer-Kapazität von Standard-DRAM erfordert, lässt sich das Angebot nicht über Nacht ausweiten. Zudem limitiert die Verfügbarkeit von EUV-Lithografiesystemen des Herstellers ASML ein schnelles Hochfahren der weltweiten Kapazitäten.

Warum SK Hynix und Samsung aufrüsten

Um der enormen Nachfrage Herr zu werden, investieren SK Hynix und die Konkurrenten Samsung und Micron Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten. SK Hynix plant, seine Wafer-Kapazität bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. Gleichzeitig sichert sich das Unternehmen erstmals langfristige Lieferverträge mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren, die Mindestpreise, aber keine Preisobergrenzen vorsehen. Diese Verträge bieten einen hervorragenden Schutz gegen plötzliche Marktschwankungen. Dennoch gibt es Anzeichen dafür, dass das extreme Momentum der vergangenen Quartale an Dynamik verliert. Die Marktforscher von TrendForce schätzen, dass die DRAM-Preise im dritten Quartal 2026 nur noch zwischen 13 und 18 Prozent steigen werden. Im Vergleich zum explosiven Preisanstieg von rund 60 Prozent im zweiten Quartal signalisiert dies eine spürbare Abkühlung. Trotz der prognostizierten SK Hynix Chipknappheit könnte der Gewinnzyklus des Unternehmens somit früher seinen Zenit erreichen als gedacht.

Was bedeutet das für die SKHY-Aktie?

Die Aktie von SK Hynix Inc. (SKHY) zeigte sich im heutigen Handelsverlauf stark und legte um 3,64 Prozent auf 171,28 US-Dollar zu, nachdem sie am Vortag bei 165,27 US-Dollar geschlossen hatte. Trotz der hervorragenden operativen Entwicklung und einer Bruttomarge, die im ersten Quartal von 57 auf beeindruckende 79 Prozent kletterte, sind Analysten vorsichtig. Viele Experten erwarten, dass die Gewinne von SK Hynix und seinen Mitstreitern in den Jahren 2027 oder 2028 ihren Höhepunkt erreichen werden. Aus diesem Grund sind Investoren derzeit nur bereit, das Sechsfache der aktuellen Gewinne für die Aktie zu zahlen. Um eine Fortsetzung der historischen Rallye der letzten Jahre zu rechtfertigen, bräuchte es zusätzliche Wachstumskatalysatoren. Sollte es zu Verzögerungen bei den Kunden, einem unerwartet schnellen Kapazitätsaufbau der Konkurrenz oder gar staatlichen Eingriffen kommen, droht ein jäher Einbruch der Gewinnerwartungen. Die SK Hynix Chipknappheit bleibt zwar ein starker Treiber, doch das zyklische Risiko schwebt wie ein Damoklesschwert über dem gesamten Sektor.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die anhaltende SK Hynix Chipknappheit dem Unternehmen bis weit in die zweite Hälfte des Jahrzehnts hinein robuste Gewinne sichern dürfte. Für Anleger bedeutet die aktuelle Bewertung mit einem niedrigen einstelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis zwar eine attraktive Einstiegschance, doch die zyklische Natur der Halbleiterbranche erfordert erhöhte Wachsamkeit. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob SK Hynix seine Vormachtstellung im HBM-Markt erfolgreich verteidigen und die ambitionierten Wachstumsziele ohne Margenverluste umsetzen kann.

Wie beeinflusst das die SK Hynix Inc.-Aktie?

Fazit

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie volatil der Halbleitermarkt trotz des KI-Booms bleibt. Wer die Risiken im Sektor genauer analysieren möchte, sollte einen Blick auf den SK Hynix ETF Hebel-Boom werfen, der zuletzt für herbe Rücksetzer bei spekulativen Anlegern sorgte. Gleichzeitig verdeutlichen die jüngsten Texas Instruments Quartalszahlen, wie empfindlich der Markt selbst auf starke Bilanzen reagieren kann, wenn die Erwartungen der Wall Street zu hoch geschraubt wurden.

Alphabet KI-Investitionen -7%: Cashflow-Schock belastet Google-Aktie

Führen die milliardenschweren Alphabet KI-Investitionen den Tech-Giganten in eine goldene Zukunft oder droht die Aktie unter der enormen Ausgabenlast einzubrechen?

Erwähnte Aktien
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Alphabet

Wie tief belasten die Alphabet KI-Investitionen die Bilanz?

Die Google-Mutter Alphabet Inc. (Google) hat im zweiten Quartal 2026 operativ ein starkes Ergebnis erzielt. Der Gesamtumsatz kletterte im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 119,8 Milliarden US-Dollar. Doch die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtete sich fast ausschließlich auf eine andere Kennzahl: Die Investitionsausgaben (CapEx) verdoppelten sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu auf 44,9 Milliarden US-Dollar. Diese enormen Ausgaben führten dazu, dass der freie Cashflow mit minus 5,9 Milliarden US-Dollar zum ersten Mal seit dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 2004 in den negativen Bereich rutschte.

Für das gesamte Jahr 2026 hat das Management die Prognose für die Investitionen nochmals angehoben. Statt der bisher veranschlagten 180 bis 190 Milliarden US-Dollar plant Finanzchefin Anat Ashkenazi nun mit Ausgaben zwischen 195 und 205 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil dieser Mittel fließt direkt in neue Server, Halbleiter und den Bau moderner Rechenzentren. Diese massiven Alphabet KI-Investitionen sind notwendig, da die Kundennachfrage das derzeit verfügbare Angebot an Rechenkapazitäten weiterhin deutlich übersteigt.

Zahlen die Alphabet KI-Investitionen sich bereits aus?

Befürworter der aggressiven Strategie verweisen auf das rasant wachsende Cloud-Segment. Google Cloud verzeichnete im zweiten Quartal ein Umsatzplus von 82 Prozent auf 24,8 Milliarden US-Dollar, während sich das operative Ergebnis dieser Sparte auf 8,8 Milliarden US-Dollar mehr als verdreifachte. Zudem schwoll der Auftragsbestand der Cloud-Sparte auf stolze 514 Milliarden US-Dollar an. Dies zeigt, dass die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz real ist und direkt in Verträge umgemünzt wird.

Allerdings dämpfen andere Faktoren die Stimmung. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 2,85 US-Dollar leicht unter den Erwartungen der Analysten von 2,89 US-Dollar, da das ausgewiesene Nettoergebnis durch hohe unrealisierte Bewertungsgewinne aus einer Beteiligung an dem Raumfahrtunternehmen SpaceX verzerrt wurde. Zudem hat die europäische Wettbewerbsbehörde eine neue Strafe in Höhe von 890 Millionen Euro gegen den Konzern verhängt, da Google eigene Dienste in den Suchergebnissen bevorzugt und App-Entwickler auf Google Play eingeschränkt haben soll.

Wie bewerten Analysten die Aktie nach den Zahlen?

Die Reaktionen der großen Investmentbanken fielen gemischt aus, wobei viele Experten trotz der kurzfristigen Belastungen optimistisch bleiben. JPMorgan senkte das Kursziel für die Aktie von 460 auf 420 US-Dollar, behielt jedoch die Einstufung “Overweight” bei und empfahl, den aktuellen Kursrücksetzer zum Einstieg zu nutzen. Auch BMO Capital zeigte sich zuversichtlich und hob das Kursziel sogar von 455 auf 465 US-Dollar an, untermauert durch ein “Outperform”-Rating.

Andere Häuser reagierten vorsichtiger: Piper Sandler reduzierte das Kursziel von 445 auf 395 US-Dollar, bleibt aber bei der Empfehlung “Overweight”. Cantor Fitzgerald passte das Ziel von 435 auf 420 US-Dollar an, während Morgan Stanley das Kursziel von 415 auf 400 US-Dollar herabsetzte. Dagegen bestätigte Roth Capital das “Buy”-Rating und schraubte das Kursziel leicht von 435 auf 440 US-Dollar nach oben. Der Tenor an der Wall Street zeigt, dass die langfristigen Chancen der KI-Infrastruktur geschätzt werden, die kurzfristigen Margenrisiken jedoch nicht ignoriert werden können.

Zusätzlich belastet das vorübergehende Aussetzen der Aktienrückkäufe die Stimmung der Aktionäre. In den ersten beiden Quartalen des Jahres 2026 hat der Technologieriese keine eigenen Anteile zurückerworben, da die liquiden Mittel vollständig für den Infrastrukturausbau benötigt werden. Dies stellt eine deutliche Abkehr von der bisherigen Kapitalallokation dar, bei der jährliche Rückkäufe im Wert von über 45 Milliarden US-Dollar den Aktienkurs gestützt hatten.

Fazit

Die massiven Alphabet KI-Investitionen belasten kurzfristig die Liquidität des Suchmaschinen-Giganten und führen zu einem historischen Abfluss des freien Cashflows. Für langfristig orientierte Anleger bietet der aktuelle Kursrücksetzer jedoch eine interessante Einstiegsgelegenheit, da das fundamentale Wachstum im Cloud-Bereich die Notwendigkeit dieser Ausgaben eindrucksvoll untermauert. Die kommenden Quartale werden zeigen, wie schnell Alphabet die neuen Kapazitäten in profitable Umsätze ummünzen kann.

Wie geht es mit Technologie-Aktien weiter?

Unsere KI-Investitionen definieren neu, was in jedem Teil unseres Geschäfts möglich ist.
— Sundar Pichai
Fazit

Der jüngste Kursrutsch zeigt, wie empfindlich die Wall Street auf steigende Ausgaben reagiert. Wer verstehen möchte, wie sich dieser Trend auf die Google-Mutter auswirkt, findet wertvolle Details im Artikel Alphabet Quartalszahlen: Aktie verliert 4.6% nach Capex-Schock. Doch nicht nur die Software-Riesen stehen unter Druck, wie die Analyse Texas Instruments Quartalszahlen: -5,4% Schock trotz starkem Quartal zeigt, die den aktuellen Einbruch im Halbleitersektor beleuchtet.