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Cisco Quartalszahlen: Aktie fällt 2,3% trotz starker Ergebnisse
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Cisco Quartalszahlen: Aktie fällt 2,3% trotz starker Ergebnisse

CSCO Cisco Systems, Inc.
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Trotz starker Cisco Quartalszahlen und einem boomenden KI-Geschäft fällt die Aktie – warum enttäuscht der Ausblick die Anleger?

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Cisco Systems, Inc.

Cisco Quartalszahlen überzeugen auf breiter Front

Cisco Systems (CSCO) meldete für das vierte Geschäftsquartal, das am 25. Juli 2026 endete, einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 1,22 US-Dollar, was die Erwartungen von 1,17 US-Dollar übertraf. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 17,3 Milliarden US-Dollar und lag damit ebenfalls über den prognostizierten 16,8 Milliarden US-Dollar. Besonders hervorzuheben ist das Produktumsatzwachstum von 24 Prozent im Jahresvergleich, während die Dienstleistungseinnahmen stagnierten. Die bereinigte Bruttomarge erreichte 66,3 Prozent und übertraf damit die Schätzungen von 66 Prozent.

Die sogenannten „Remaining Performance Obligations“ (RPO), also noch nicht realisierte Vertragserträge, beliefen sich auf 46,73 Milliarden US-Dollar und übertrafen die Erwartungen von 44,4 Milliarden US-Dollar um mehr als 2 Milliarden US-Dollar. Dies deutet auf eine solide zukünftige Umsatzbasis hin. Der Konzern schließt das Geschäftsjahr 2026 mit Stärke ab und sieht eine Fortsetzung des Momentums im Jahr 2027.

Wie beeinflusst der KI-Boom das Geschäft von Cisco?

Ein wesentlicher Treiber des Wachstums sind die Aufträge von Hyperscalern im Bereich der künstlichen Intelligenz. Im vierten Quartal verzeichnete Cisco Systems KI-Infrastruktur-Bestellungen im Wert von 4 Milliarden US-Dollar, was die Gesamtsumme für das Geschäftsjahr 2026 auf beeindruckende 9,3 Milliarden US-Dollar erhöhte. CEO Chuck Robbins betonte, dass der Aufbau von KI-Infrastruktur die am schnellsten fortschreitende technologische Transformation sei, die man je gesehen habe. Er hob hervor, dass Unternehmen, die zögern, riskieren, ins Hintertreffen zu geraten.

Trotz dieser starken Entwicklung und der Transformation von einem traditionellen Dividendenwert zu einem führenden Anbieter von KI-Infrastruktur, fiel die Aktie nachbörslich um rund 4 Prozent. Analysten und Investoren hatten sich von der KI-Prognose für das Geschäftsjahr 2027 mehr erhofft. Cisco Systems prognostizierte für 2027 lediglich 7,5 Milliarden US-Dollar Umsatz aus KI-Rechenzentren, was etwa zehn Prozent des erwarteten Gesamtumsatzes von 72,2 bis 73,4 Milliarden US-Dollar ausmacht. Angesichts der bereits gesammelten KI-Aufträge von 9,3 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr, bezeichnete UBS-Analyst David Vogt die Prognose als „sehr, sehr konservativ“.

Optimistischer Ausblick für das Geschäftsjahr 2027

Trotz der Enttäuschung über den KI-Ausblick lieferte Cisco Systems eine insgesamt optimistische Prognose für das kommende Geschäftsjahr. Für das erste Quartal 2027 erwartet das Unternehmen einen bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 1,32 und 1,34 US-Dollar sowie einen Umsatz zwischen 18 und 18,2 Milliarden US-Dollar. Beide Werte liegen deutlich über den Analystenschätzungen von 1,17 US-Dollar beziehungsweise 16,8 Milliarden US-Dollar.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 prognostiziert Cisco Systems einen bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 5,05 und 5,11 US-Dollar, während die Analysten im Durchschnitt 4,84 US-Dollar erwartet hatten. Der Umsatz soll zwischen 72,2 und 73,4 Milliarden US-Dollar liegen, was ebenfalls über den Schätzungen von knapp über 69 Milliarden US-Dollar liegt. CFO Mark Patterson erklärte, dass Preiserhöhungen bei bestimmten Hardware-Produkten im Fiskaljahr 2026 maßgeblich zum Umsatzwachstum beigetragen haben, obwohl dies ein „letztes Mittel“ sei. Er betonte, dass Kunden die Notwendigkeit dieser Preisanpassungen aufgrund branchenweiter Probleme verstehen würden.

Warum reagiert der Markt so empfindlich auf den KI-Ausblick?

Die Diskrepanz zwischen den starken aktuellen Cisco Quartalszahlen und dem nachbörslichen Kursrückgang liegt in den hohen Erwartungen der Anleger an das KI-Geschäft. Nach einem Kursplus von fast 25 Prozent in nur drei Monaten vor dem Bericht, reichten gute Zahlen allein nicht mehr aus. Der Markt fokussiert sich stark darauf, wie schnell der milliardenschwere KI-Auftragsberg tatsächlich in Umsatz umgewandelt wird. Obwohl die Nachfrage nach KI-Rechenzentren robust bleibt, macht ein Großteil des Geschäfts von Cisco Systems immer noch traditionelle Netzwerkprodukte aus.

CEO Chuck Robbins verteidigte den KI-Ausblick als „gut und umsichtig“, da große KI-Bestellungen oft lange vor der Umsatzrealisierung erfolgen. Dies deutet darauf hin, dass das Management möglicherweise konservative Erwartungen setzt, um diese später übertreffen zu können. Die Aktie von Cisco Systems, die im vergangenen Jahr um über 60 Prozent gestiegen ist, wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +2,86 % und einem Kurs von 123,9 US-Dollar auf Nasdaq gehandelt, fiel aber im vorbörslichen Handel um 5,96 % auf 116,50 US-Dollar.

Cisco Systems und der KI-Boom im Fokus

Trotz beeindruckender Cisco Quartalszahlen und optimistischer Prognosen fiel der Aktienkurs nachbörslich, da Anleger offenbar auf ein aggressiveres Wachstum im KI-Sektor gehofft hatten. Dies unterstreicht die hohe Erwartungshaltung an Unternehmen, die im Bereich der künstlichen Intelligenz tätig sind, und wirft die Frage auf, ob der 9-Milliarden-Dollar-Deal von Riot Platforms mit Anthropic das Bitcoin-Mining-Unternehmen in einen führenden KI-Infrastruktur-Player verwandeln kann.

Es ist die sich am schnellsten bewegende Technologietransformation, die wir je gesehen haben.
— Chuck Robbins, CEO von Cisco Systems
Fazit

Die jüngsten Cisco Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn deutlich, getragen von einer starken Nachfrage nach Netzwerkprodukten und wachsenden KI-Aufträgen von Hyperscalern. Für Anleger bot der konservative KI-Ausblick jedoch Anlass zur Enttäuschung, was zu einem nachbörslichen Kursrückgang führte, da der Markt aggressivere Wachstumsprognosen erwartet hatte. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob Cisco Systems seine konservativen KI-Prognosen übertreffen und das Vertrauen der Anleger in sein langfristiges KI-Potenzial festigen kann.

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Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

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