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Spotify KI Künstler: Transparenz-Boom im Musikstreaming
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Spotify KI Künstler: Transparenz-Boom im Musikstreaming

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Wie verändert Spotify mit der neuen Kennzeichnung von KI-Künstlern die Musiklandschaft und welche Rolle spielt dabei die Transparenz für Hörer?

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Die Kennzeichnung als „AI Persona“ wird nicht nur auf den Künstlerprofilen sichtbar sein, sondern auch in der Suche und in Playlists erscheinen. Spotify begründet diesen Schritt mit dem Wunsch der Nutzer nach Klarheit: „Hörer haben uns unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass sie es nicht mögen, wenn ihnen ein Profil präsentiert wird, das menschlich wirkt, und sie dann feststellen, dass die Person KI-generiert ist“, heißt es in einem Blogpost des Unternehmens. Musik dieser Spotify KI Künstler wird zudem nicht mehr in redaktionellen oder algorithmischen Empfehlungen auftauchen, es sei denn, Nutzer folgen diesen explizit.

Wie geht Spotify mit der Flut an KI-generierter Musik um?

Die Urheber hinter den KI-generierten Künstlern haben die Möglichkeit, den Einsatz von KI selbst anzugeben. Spotify kündigte jedoch auch an, Profile, die eine bestimmte Anzahl von Streams erreichen, zu überprüfen. Dieser Mechanismus soll sicherstellen, dass der Großteil der den Nutzern angezeigten Profile korrekt gekennzeichnet ist. Gegen eine Markierung kann im Anschluss Einspruch eingelegt werden. Darüber hinaus sollen Nutzer zukünftig die Möglichkeit erhalten, mutmaßlich unmarkierte KI-Künstler zu melden. Der Umgang mit KI-Songs auf Streamingdiensten beschäftigt die Musikbranche seit Langem, nicht zuletzt wegen rechtlicher Fragen bezüglich des Trainings von KI-Modellen mit menschengemachter Musik.Die Dimension des Phänomens wird deutlich, wenn man die Zahlen betrachtet: Der französische Dienst Deezer meldet, dass Mitte Juli fast 90.000 komplett KI-generierte Songs täglich auf seiner Plattform hochgeladen wurden, was mehr als 50 Prozent der gesamten Uploads entspricht. Laut Deezer-Chef Alexis Lanternier machen diese Songs jedoch nur etwa 0,5 Prozent der Gesamtstreams aus und werden vorrangig für Betrugsversuche genutzt. Während andere Dienste keine vergleichbaren Daten veröffentlichen, gelten die Deezer-Zahlen als guter Indikator für den Gesamtmarkt, da Musik in der Regel auf allen gängigen Plattformen hochgeladen wird.

Welche Rolle spielen andere Streamingdienste bei der KI-Kennzeichnung?

Deezer war einer der ersten Dienste, der mutmaßlich komplett KI-generierte Songs markierte und aus den algorithmischen Empfehlungen entfernte. Auch Tidal kündigte im Juni an, dass komplett KI-generierte Werke auf seiner Plattform keine Tantiemen mehr einspielen können. Auf den meisten anderen Plattformen ist dies jedoch weiterhin möglich. Es gibt zudem viele Mischformen, bei denen KI nur in Teilen der Produktion zum Einsatz kommt, etwa bei einzelnen Instrumentenspuren oder dem Gesang. Spotify betont in seinem Blogpost, dass sich die neue Markierung auf die „öffentliche Identität“ eines Künstlers bezieht und nicht darauf, wie die Musik entstanden ist. Es gehe darum, dass Hörer sich darauf verlassen können, „dass der Künstler hinter der Musik tatsächlich derjenige ist, für den er sich ausgibt.“Diese Maßnahme dürfte prominente Fälle wie die „Band“ The Velvet Sundown, Breaking Rust oder Xania Monet betreffen. Spotify selbst nennt in der Ankündigung die KI-„Künstlerin“ China Styles, hinter der laut Profilangaben die Amerikanerin Margaret Bynum steht. Bereits Ende April begann Spotify damit, echte Künstler als „verifiziert“ zu kennzeichnen, basierend auf Kriterien wie Konzertdaten und Aktivitäten außerhalb des Dienstes. Auch Apple fordert seit einiger Zeit von Labels und Vertrieben, den Einsatz von KI beim Upload anzuzeigen. Die Aktie von Spotify notierte zuletzt bei 502,18 US-Dollar, was einem Rückgang von 0,53 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht.

Spotify stärkt Profitabilität und Nike kämpft mit Konkurrenzschwäche

Während Spotify mit der Einführung von KI-Labels seine Plattform weiterentwickelt, zeigen die aktuellen Quartalszahlen des Unternehmens einen Rekordgewinn und ein starkes Potenzial für nachhaltiges Wachstum. Im Gegensatz dazu sieht sich Nike mit einem Kursrutsch konfrontiert, da die Schwäche eines Konkurrenten den Sportartikelriesen nach unten zieht und die Frage aufwirft, ob das Unternehmen dem Abwärtstrend entkommen kann.

Hörer haben uns unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass sie es nicht mögen, wenn ihnen ein Profil präsentiert wird, das menschlich wirkt, und sie dann feststellen, dass die Person KI-generiert ist.
— Spotify Blogpost
Fazit

Die Einführung des „AI Persona“-Labels durch Spotify stellt einen wichtigen Schritt zur Erhöhung der Transparenz im Musikstreaming dar und adressiert die wachsende Herausforderung durch Spotify KI Künstler.Für Anleger könnte diese Maßnahme das Vertrauen der Nutzer stärken und potenziell zu einer gesünderen Plattformökonomie beitragen, auch wenn der Kurs kurzfristig leicht nachgab.Die kommenden Quartale werden zeigen, wie sich diese neue Kennzeichnung auf die Nutzerakzeptanz und die Einnahmen im Kontext der KI-Musikentwicklung auswirkt.

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Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

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