SP500 7.748,13 -0,07%DJ30 54.545,98 +0,51%NAS100 29.626,96 -0,20%GER40 26.200,41 -0,71%EU50 6.492,53 -0,35%BTCUSD 64.776,27 +0,69%ETHUSD 1.916,39 +2,18%VIX 17,38 -3,05% SP500 7.748,13 -0,07%DJ30 54.545,98 +0,51%NAS100 29.626,96 -0,20%GER40 26.200,41 -0,71%EU50 6.492,53 -0,35%BTCUSD 64.776,27 +0,69%ETHUSD 1.916,39 +2,18%VIX 17,38 -3,05%
JETZT LIVEAKTIENREGIONENKRYPTOALGOTRADINGBROKER & TOOLS
Lufthansa Quartal: Ergebnis-Crash trotz Umsatzplus und gesenkter Prognose
LHA.DE
Video HD
AktienAutomotive

Lufthansa Quartal: Ergebnis-Crash trotz Umsatzplus und gesenkter Prognose

LHA.DE Deutsche Lufthansa AG
€8.68 +0.20 (+2.36%)
Mkt Cap
P/E (FWD)
Yield
52W High
8.79

Trotz eines Umsatzwachstums bricht das Ergebnis der Lufthansa ein – wie kann das sein und was bedeutet es für die Aktie?

Erwähnte Aktien
LHA
Kurs bei Erstellung · 8,74€ +3,30%
Deutsche Lufthansa AG

Lufthansa Quartal: Ergebnisrückgang trotz Umsatzplus

Im zweiten Quartal 2026 konnte die Deutsche Lufthansa ihren Umsatz um acht Prozent auf rund 11,14 Milliarden Euro steigern. Dennoch blieb dieser Wert hinter den Erwartungen zurück. Deutlich gravierender fiel der Rückgang beim Ergebnis aus: Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach um 56 Prozent auf 383 Millionen Euro ein. Der Nettogewinn sank sogar um 88 Prozent auf 123 Millionen Euro. Hauptursachen für diese Entwicklung waren zusätzliche Treibstoffkosten von rund 750 Millionen Euro sowie Streiks im April, die sich mit etwa 150 Millionen Euro negativ auf das Ergebnis auswirkten.

Die Belastungen trafen insbesondere die Netzwerk-Airlines des Konzerns; selbst die Tochtergesellschaft Eurowings verzeichnete einen Verlust von 37 Millionen Euro. Auch das Passagieraufkommen ging im abgeschlossenen Quartal um vier Prozent zurück. Angesichts dieser Zahlen plant der Konzern, das Flugangebot für das laufende Jahr nicht weiter auszuweiten, obwohl ursprünglich eine Kapazitätserhöhung um vier Prozent vorgesehen war.

Wie reagieren Analysten auf die Zahlen der Lufthansa?

Die Reaktionen der Analysten auf die vorgelegten Zahlen fielen gemischt aus. Die US-Investmentbank Goldman Sachs senkte ihr Kursziel für die Lufthansa-Aktie von 7,50 auf 7,10 Euro und bestätigte die Einstufung auf „Sell“. Analyst Patrick Creuset begründete dies mit einer geringeren Optimismus bezüglich der Weitergabe höherer Treibstoffkosten an die Kunden. JPMorgan beließ die Einstufung hingegen auf „Neutral“. Auch die Deutsche Bank und JP Morgan hoben ihre Kursziele jeweils auf acht Euro an, blieben jedoch bei einer „Halten“-Empfehlung, da die Aktie nach dem schwachen Ergebnis und dem belasteten Ausblick zu wenige Argumente für einen Einstieg biete.

Einige Analysten sehen in dem Kursrutsch jedoch eine Überreaktion des Marktes. So hielt mwb research am Dienstag noch an seiner Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 21,00 Euro fest. Trotz der negativen Nachrichten stabilisierte sich die Lufthansa Aktie am Mittwoch und notierte bei 8,74 Euro, was einem Plus von 3,30 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Dennoch liegt das Papier mit einem Abstand von 14,47 Prozent deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Welche Maßnahmen ergreift Lufthansa zur Effizienzsteigerung?

Um die Stückkosten zu senken, bestätigte die Lufthansa die beschleunigte Abwicklung der Regionaltochter Lufthansa CityLine. Finanzvorstand Till Streichert berichtete zudem von einer sinkenden Visibilität bei den Buchungseingängen, da Kunden aufgrund der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten ihre Reisen wesentlich kurzfristiger planen. Die Prognose für das bereinigte EBIT im Gesamtjahr 2026 wurde auf eine Spanne von 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro gesenkt, was nur knapp über dem Vorjahreswert von 1,96 Milliarden Euro liegt.

Positive Impulse kamen aus den Nebensparten. Die Wartungstochter Lufthansa Technik erzielte ein bereinigtes EBIT von 157 Millionen Euro, was dem Vorjahresniveau entspricht. Die Frachtsparte Lufthansa Cargo konnte ihr Ergebnis sogar um 42 Millionen Euro verbessern. Zudem soll eine am Boden beschädigte Boeing 787-9 nach Instandsetzung noch vor Ende 2026 wieder in den Liniendienst zurückkehren. Diese Entwicklungen zeigen die Bemühungen des Managements, den Konzern trotz der Herausforderungen zu stabilisieren und das kommende Lufthansa Quartal positiv zu beeinflussen.

Fazit

Die jüngsten Quartalszahlen der Lufthansa zeigen einen deutlichen Ergebnisrückgang, primär bedingt durch hohe Kerosinkosten und Streiks, was zu einer gesenkten Jahresprognose führte. Für Anleger bedeutet dies eine erhöhte Unsicherheit, auch wenn sich die Aktie am Mittwoch leicht erholen konnte. Die kommenden Quartalsberichte und die Entwicklung der Treibstoffpreise werden entscheidend sein, um die zukünftige Richtung der Lufthansa-Aktie zu bestimmen.

VIEW FULL LHA.DE PROFILE →
Maik Kemper

Maik Kemper ist Gründer und Chefredakteur von FOREXSignale.trade. Mit Börsenerfahrung seit dem 18. Lebensjahr handelt er aktiv Forex, Aktien und Kryptowährungen. Schwerpunkte: Quartalsanalysen, Unternehmensstrategien und makroökonomische Entwicklungen.

More on LHA.DE — 60-Second Briefings

All LHA.DE →
LHA.DE

Lufthansa Streik Schock: Tarifkonflikt und Kerosinpreise

13.04.2026
Related Stories