SP500 7.680,18 +0,46%DJ30 53.123,01 +0,60%NAS100 29.170,36 +0,24%GER40 25.875,72 +0,17%EU50 6.378,32 +0,47%BTCUSD 77.446,73 +0,01%ETHUSD 2.396,94 -0,96%VIX 16,55 -3,48% SP500 7.680,18 +0,46%DJ30 53.123,01 +0,60%NAS100 29.170,36 +0,24%GER40 25.875,72 +0,17%EU50 6.378,32 +0,47%BTCUSD 77.446,73 +0,01%ETHUSD 2.396,94 -0,96%VIX 16,55 -3,48%
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AT&T Quartalszahlen mit +2,8%: Rekord-Wachstum treibt die Aktie an

Können die überraschend starken AT&T Quartalszahlen den Telekom-Riesen dauerhaft aus der Lethargie reißen oder verpufft der jüngste Kunden-Boom schnell wieder?

Erwähnte Aktien
T
Aktuell 22,92$ +2,80% 22.07.26 17:05 Uhr MESZ
AT&T Inc.

Wie fielen die AT&T Quartalszahlen im Detail aus?

Im abgelaufenen zweiten Quartal verzeichnete AT&T Inc. einen bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,65 US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Konsensschätzungen der Analysten, die im Vorfeld von durchschnittlich 0,59 US-Dollar ausgegangen waren, um gut zehn Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem ein bereinigtes EPS von 0,54 US-Dollar erzielt wurde, entspricht dies einer Steigerung von mehr als 20 Prozent. Beim Umsatz verfehlte der Konzern die Erwartungen hingegen hauchdünn: Die Erlöse kletterten im Jahresvergleich um 2,3 Prozent auf 31,56 Milliarden US-Dollar, während der Markt mit rund 31,80 Milliarden US-Dollar gerechnet hatte.

Das bereinigte EBITDA stieg um rund fünf Prozent auf 12,34 Milliarden US-Dollar und lag damit leicht über den Prognosen. Der Nettogewinn verbesserte sich von 4,5 Milliarden auf rund 4,6 Milliarden US-Dollar. Ein wesentlicher Treiber für die positive Entwicklung war das Segment Advanced Connectivity, das den Großteil des Geschäfts ausmacht. Hier stiegen die Service-Umsätze um 5,1 Prozent auf 23,5 Milliarden US-Dollar.

Warum überzeugen die AT&T Quartalszahlen beim Kundenwachstum?

Der eigentliche Glanzpunkt der aktuellen Veröffentlichung liegt im rasanten Abonnentenwachstum. Im hart umkämpften US-Mobilfunkmarkt konnte das Unternehmen netto 432.000 neue postpaid Mobilfunkkunden hinzugewinnen. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 338.500 Neuzugängen gerechnet. Die Kündigungsquote (Churn Rate) im wichtigen Postpaid-Bereich blieb mit 0,86 Prozent auf einem äußerst niedrigen Niveau.

Auch im Breitbandgeschäft verzeichnete der Konzern starke Zahlen. Insgesamt verbuchte das Unternehmen 646.000 neue Highspeed-Internetkunden, aufgeteilt in 367,000 Glasfaser-Anschlüsse (Fiber) und 279,000 Kunden im Bereich Fixed Wireless. Dies stellt einen neuen Rekord für die beiden Kategorien in einem Quartal dar. CEO John Stankey betonte, dass die Strategie der Konvergenz – also das gemeinsame Anbieten von Mobilfunk und schnellem Heim-Internet – voll aufgeht. Mittlerweile nutzen 42,5 Prozent der Haushalte mit einem schnellen AT&T-Breitbandanschluss auch die Mobilfunktarife des Anbieters. Diese Bündelung führt nachweislich zu einer höheren Kundentreue und einem geringeren Wechselinteresse zur Konkurrenz.

Welche Ziele setzt sich das Management für die Zukunft?

Nach den starken Ergebnissen hat das Management die Jahresprognose für 2026 vollumfänglich bestätigt. Der Konzern rechnet weiterhin mit einem bereinigten Jahres-EPS zwischen 2,25 und 2,35 US-Dollar. Der freie Cashflow soll im Gesamtjahr mindestens 18 Milliarden US-Dollar erreichen, was die verlässliche Dividendenzahlung von annualisiert 1,11 US-Dollar je Aktie untermauert. Zudem kündigte das Unternehmen an, die Aktienrückkäufe im laufenden Jahr auf rund 10 Milliarden US-Dollar zu beschleunigen, nachdem zuvor 8 Milliarden US-Dollar geplant waren. Bis zum Jahr 2028 sollen insgesamt über 45 Milliarden US-Dollar über Dividenden und Rückkäufe an die Aktionäre fließen.

Der Ausbau des Glasfasernetzes schreitet ebenfalls planmäßig voran. Aktuell erreicht das Netz 38,6 Millionen Standorte. Das Ziel, bis Ende des Jahres 2026 die Marke von 40 Millionen Standorten und bis 2030 mehr als 60 Millionen Standorte zu überschreiten, wurde erneut bekräftigt. Demgegenüber steht der kontrollierte Rückbau des veralteten Kupfernetzes (Legacy Segment), dessen Umsätze im Quartal erwartungsgemäß um knapp 26 Prozent einbrachen.

Wie reagiert die Aktie auf die neuen Daten?

Die Reaktion am Aktienmarkt fiel überaus positiv aus. Im frühen US-Handel am Mittwoch kletterte die Aktie von AT&T Inc. um mehr als vier Prozent auf über 23,20 US-Dollar. Die starken Kundenzahlen halfen auch dabei, jüngste Sorgen der Anleger bezüglich neuer Konkurrenz durch Satelliten-Mobilfunkdienste wie Starlink von SpaceX zu zerstreuen. John Stankey erteilte Spekulationen über eine Wholesale-Partnerschaft mit Starlink eine Absage und betonte die unübertroffene Skalierbarkeit des eigenen terrestrischen Netzes.

Obwohl die Aktie im bisherigen Jahresverlauf noch leicht im Minus notiert, sehen Analysten nach den Zahlen eine fundamentale Stabilisierung. Die solide Cashflow-Generierung sorgt dafür, dass der Telekommunikationsriese seine Schulden weiter abbauen und gleichzeitig massiv in die Netzinfrastruktur investieren kann.

Wir glauben, dass unsere Netzwerkleistung und unsere operative Skalierbarkeit unübertroffen sind.
— John Stankey, CEO von AT&T
Fazit

Zusammenfassend zeigen die AT&T Quartalszahlen, dass sich die langfristigen Investitionen in 5G und Glasfaser zunehmend auszahlen. Die Kombination aus stabilem Kundenwachstum, hoher Disziplin bei den Ausgaben und einer attraktiven Dividendenrendite macht den Titel für wertorientierte Anleger weiterhin zu einer defensiven Säule im Depot.

BASF Kooperation und +16% Umsatz: Starkes Quartal treibt die Aktie

Kann die neue, grüne BASF Kooperation zusammen mit starken Quartalszahlen die Aktie jetzt nachhaltig über wichtige Widerstände hieven?

Erwähnte Aktien
BAS
Aktuell 49,10€ +1,80% 22.07.26 16:44 Uhr MESZ
BASF SE

Wie stark fielen die Quartalszahlen von BASF aus?

Die jüngsten Finanzergebnisse verdeutlichen, dass sich die Geschäfte des DAX-Konzerns spürbar beleben. Im zweiten Quartal 2026 kletterte der Umsatz von BASF SE um beeindruckende 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Besonders beim operativen Ergebnis überraschte das Unternehmen die Märkte positiv: Das bereinigte EBITDA erreichte 2,4 Milliarden Euro und übertraf den bisherigen Analysten-Konsens um deutliche 300 Millionen Euro. Angesichts dieser starken Entwicklung hat das Management die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Dies untermauert das Vertrauen in die eigene Ertragskraft und zeigt, dass die eingeleiteten Sparmaßnahmen und strategischen Anpassungen greifen.

Was bringt die neue BASF Kooperation für die Reifenbranche?

Neben den glänzenden Finanzdaten steht eine wegweisende Partnerschaft im Fokus der Anleger. Die neue BASF Kooperation mit dem Reifenhersteller Pirelli, dem Recycling-Spezialisten Pyrum Innovations und dem Kautschukproduzenten Synthos zielt darauf ab, ein geschlossenes Kreislaufsystem für Altreifen in Europa zu etablieren. Das “Tyre-to-Tyre”-Projekt demonstriert, wie die grüne Transformation der Industrie durch strategische Allianzen gelingen kann. Im Rahmen dieser BASF Kooperation werden Altreifen und Produktionsausschüsse durch Pyrolyse in wertvolle Sekundärrohstoffe umgewandelt, um die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen zu minimieren.

Wie funktioniert der Recycling-Kreislauf im Detail?

Der technologische Ablauf des Projekts ist hochgradig aufeinander abgestimmt. Pyrum Innovations nutzt ein spezielles Thermolyseverfahren, um Altreifen unter Sauerstoffausschluss thermisch zu zersetzen. Dabei entstehen zwei Hauptprodukte: wiedergewonnener Ruß (recovered carbon black) und Reifenpyrolyseöl (TPO). Während der Ruß direkt an Pirelli zurückgeht, übernimmt BASF SE das Pyrolyseöl. In den Ludwigshafener Anlagen wird dieses Öl als Rohstoff in die bestehende Produktion eingespeist, um chemische Grundstoffe wie Butadien und Styrol herzustellen. Dank eines zertifizierten Massenbilanzansatzes wird der Recycling-Anteil den Endprodukten zugeordnet. Synthos nutzt diese Materialien schließlich zur Herstellung von nachhaltigem Synthesekautschuk, aus dem Pirelli neue High-Performance-Reifen fertigt. Diese BASF Kooperation schließt somit erfolgreich den Wertstoffkreislauf.

Wie reagiert die BASF-Aktie auf die News?

Die Kombination aus starken Quartalszahlen und der zukunftsfähigen BASF Kooperation kommt am Aktienmarkt hervorragend an. Mit einem Kursplus von 1,80 Prozent auf 49,10 Euro setzt sich die Aktie von ihrem Vortageskurs von 48,24 Euro ab. Die verbesserte operative Dynamik zeigt, dass der Chemiekonzern die Talsohle durchschritten hat. Die Kreislaufwirtschaft gewinnt für globale Konzerne massiv an Bedeutung, da regulatorische Vorgaben und die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten steigen. Die Partnerschaft beweist, dass BASF eine Schlüsselrolle beim ökologischen Umbau der Automobil- und Zulieferindustrie einnimmt.

Die aktuelle BASF Kooperation zur Reifen-Kreislaufwirtschaft unterstreicht die Innovationskraft des DAX-Konzerns und sichert ihm eine starke Position im Zukunftsmarkt der nachhaltigen Chemie. Für Anleger ist die Kombination aus grünem Engagement und der deutlichen operativen Trendwende im zweiten Quartal ein äußerst positives Signal. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die angehobene Jahresprognose die Aktie nachhaltig über wichtige Widerstände hieven kann.

Wie beeinflusst das die BASF SE-Aktie?

Fazit

Die jüngsten Entwicklungen zeigen einen deutlichen Kontrast zu früheren Perioden, wie die detaillierte Analyse im Artikel BASF Quartal: 5 Fakten zum kritischen Wendepunkt verdeutlicht, in dem Cashflow und Sparprogramme im Fokus standen. Gleichzeitig zeigt ein Blick auf den breiteren Markt, dass auch andere deutsche Traditionsunternehmen an ihren Zielen schrauben, wie der Bericht über die Drägerwerk Prognose nach einem unerwarteten Zoll-Segen belegt.

CRISPR Therapeutics Pipeline: Riesige Chance auf $60 Milliarden Markt

Kann die CRISPR Therapeutics Pipeline mit universellen Spenderzellen den Biotech-Markt revolutionieren und die etablierte Konkurrenz langfristig abhängen?

Erwähnte Aktien
CRSP
Aktuell 47,46$ -1,43% 22.07.26 16:30 Uhr MESZ
CRISPR Therapeutics AG

Wie revolutioniert die CRISPR Therapeutics Pipeline den Markt?

Das schweizerisch-amerikanische Biotech-Unternehmen **CRISPR Therapeutics AG** (CRSP) hat sich mit der Korrektur defekter DNA-Sequenzen bereits einen Namen gemacht. Doch der eigentliche Clou für die Zukunft liegt in der Entwicklung von universellen “Off-the-shelf”-Therapien. Im Gegensatz zu herkömmlichen, patientenspezifischen Behandlungen, die extrem zeitaufwendig und teuer sind, nutzt die **CRISPR Therapeutics Pipeline** gesunde Spenderzellen. Diese chimären Antigenrezeptor-T-Zelltherapien (CAR-T) können somit sofort und in großen Mengen für jeden Patienten bereitgestellt werden.

Das spart nicht nur wertvolle Zeit im Kampf gegen schwere Krankheiten, sondern senkt auch die Produktionskosten drastisch. Für Patienten und Krankenversicherungen ist das ein entscheidender Vorteil. Aktuell steht die Aktie im intraday Handel bei 47,46 US-Dollar, was einem leichten Minus von 1,43 Prozent entspricht. Doch die langfristigen Aussichten der Pipeline könnten diesen kurzfristigen Rücksetzer schnell vergessen machen.

Welche klinischen Erfolge feiert CRISPR Therapeutics?

Ein genauerer Blick auf die klinischen Entwicklungen zeigt das enorme Potenzial. Das Unternehmen arbeitet intensiv an zwei vielversprechenden CAR-T-Kandidaten: CTX110 und Zugocabtagene-Geleucel (ehemals CTX112). Während sich CTX110 noch in der präklinischen Phase befindet, liefert Zugocabtagene-Geleucel bereits in der klinischen Phase 1 äußerst vielversprechende Daten. Es wird nicht nur als hocheffiziente Therapie gegen Lymphome getestet, sondern zeigt auch großes Potenzial bei der Behandlung schwerer Autoimmunerkrankungen wie Lupus, systemischer Sklerose und entzündlicher Myositis.

Da diese Therapien auf gesunden Spenderzellen basieren, müssen keine patienteneigenen Zellen modifiziert werden. Die T-Zellen werden so editiert, dass sie gezielt das CD19-Protein angreifen, welches auf Krebszellen und autoimmunen Zellen zu finden ist. Analysten der bekannten Investmentbanken beobachten diese Fortschritte genau. Sollten sich die Phase-1-Daten in den nächsten Phasen bestätigen, könnte dies eine fundamentale Neubewertung der Aktie auslösen.

Wie groß ist das Marktpotenzial für CAR-T-Zelltherapien?

Der Markt für CAR-T-Zelltherapien steht erst am Anfang einer beispiellosen Wachstumsphase. Branchenexperten prognostizieren, dass der globale CAR-T-Markt bis zum Jahr 2034 eine jährliche Wachstumsrate von über 30 Prozent verzeichnen und ein Volumen von mehr als 60 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Zwar ist die **CRISPR Therapeutics Pipeline** in diesem Segment noch in einem frühen Stadium und wird voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte dieses Prognosezeitraums die Marktreife erlangen, doch der Weg dorthin bietet reichlich Katalysatoren.

Natürlich schläft die Konkurrenz nicht. Etablierte Pharmariesen wie Novartis, Bristol Myers Squibb und Gilead Sciences haben bereits erste CAR-T-Produkte am Markt platziert. Doch der technologische Ansatz von CRISPR Therapeutics, der auf universell einsetzbaren Zellen basiert, könnte sich als der entscheidende Wettbewerbsvorteil erweisen. Cathie Wood hält über ihre ETFs Ark Innovation (ARKK) und Ark Genomic Revolution (ARKG) bereits Anteile im Wert von insgesamt rund 362 Millionen US-Dollar an dem Unternehmen. Sie setzt darauf, dass der Markt die Fortschritte der klinischen Studien sukzessive einpreisen wird.

Fazit

Die **CRISPR Therapeutics Pipeline** im Bereich der CAR-T-Zelltherapien stellt einen oft übersehenen, aber hochkarätigen Wachstumstreiber für das Unternehmen dar. Für langfristig orientierte Anleger bietet die aktuelle Bewertung auf dem Niveau von 47,46 US-Dollar eine spannende Einstiegsgelegenheit in einen Zukunftsmarkt. Die kommenden Studienergebnisse zu Zugocabtagene-Geleucel werden zeigen, ob CRISPR Therapeutics seine Vormachtstellung in der Geneditierung erfolgreich auf die Onkologie und Autoimmunerkrankungen ausweiten kann.

SAP Analyse nach -2,3% Rutsch: Morgan Stanley sieht Einstiegschance

Kann die optimistische Einschätzung von Morgan Stanley den aktuellen Kursrutsch der SAP-Aktie stoppen, oder droht ein weiterer Absturz?

Erwähnte Aktien
SAP
Aktuell 132,91€ -2,33% 22.07.26 16:15 Uhr MESZ
SAP SE

Wie schlägt sich der Software-Riese im Branchenvergleich?

Die Aktienmärkte zeigen sich zur Wochenmitte von einer volatilen Seite. Während der deutsche Leitindex DAX nach einer Phase der Stagnation die Marke von 25.000 Punkten zurückerobern konnte, verzeichnet die Aktie der SAP SE (SAP.DE) Verluste. Am Mittwochnachmittag notiert das Papier bei 132,91 Euro, was einem Minus von 2,33 Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Damit setzt sich die jüngste Schwächephase des Titels fort. Zum Vergleich: Ihr Allzeithoch erreichte die Aktie im Februar 2025 bei rund 284 Euro. Seitdem hat sich der Kurs des Walldorfer Software-Konzerns mehr als halbiert.

Trotz dieser deutlichen Kurskorrektur zeichnet eine aktuelle SAP Analyse von Morgan Stanley ein überaus optimistisches Bild für die langfristige Zukunft des Unternehmens. Die Analysten der US-Investmentbank bevorzugen im gesamten globalen Software-Sektor vor allem Microsoft und SAP SE. Beide Unternehmen werden von den Experten mit dem Rating „Overweight“ eingestuft. Morgan Stanley begründet diese Einschätzung mit einem wesentlich saubereren Wachstumsprofil und einer deutlich besseren Sichtbarkeit bei der Monetarisierung von künstlicher Intelligenz (KI).

Warum hebt sich SAP von der Konkurrenz ab?

Der Markt für Unternehmenssoftware ist hart umkämpft, doch laut der jüngsten SAP Analyse von Morgan Stanley kann sich der deutsche Cloud-Spezialist erfolgreich von seinen US-amerikanischen Konkurrenten absetzen. Während Mitbewerber wie Workday, Adobe oder Salesforce derzeit mit verschiedenen operativen Herausforderungen oder einer unklareren Wachstumsdynamik zu kämpfen haben, wird SAP SE von den Analysten als klare Einstiegschance im Software-Sektor eingestuft. Das Unternehmen profitiert von seiner tiefen Integration in globale Geschäftsprozesse, was den Wechsel zu Cloud-Lösungen für Bestandskunden fast unumgänglich macht.

Besonders die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz spielen dem DAX-Konzern in die Karten. Während viele Technologieunternehmen noch nach Wegen suchen, ihre KI-Investitionen in konkrete Umsätze umzumünzen, sieht Morgan Stanley bei dem deutschen Vorzeigeunternehmen bereits eine klare Strategie zur Monetarisierung. Die Integration von smarten Assistenten und automatisierten Prozessen direkt in die ERP-Kernsoftware der Kunden schafft einen direkten Mehrwert, für den Unternehmen bereit sind, höhere Gebühren zu zahlen.

Welche externen Faktoren belasten den Aktienkurs?

Dass die Aktie trotz der positiven Analystenstimmen am Mittwoch im Intraday-Handel verliert, liegt vor allem am unruhigen makroökonomischen Umfeld. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, insbesondere die jüngsten militärischen Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran, sorgen für anhaltende Nervosität an den globalen Finanzmärkten. Dies spiegelt sich auch in den schwankenden Rohölpreisen wider. Zudem blicken die Marktteilnehmer mit Spannung auf die anstehende Veröffentlichung der Quartalszahlen von US-Tech-Schwergewichten wie Alphabet, Tesla und IBM, die im Laufe der Woche für deutliche Impulse im gesamten Technologiesektor sorgen könnten.

Diese allgemeine Zurückhaltung der Anleger belastet kurzfristig auch die europäischen Technologietitel. Dennoch zeigt die fundamentale SAP Analyse, dass die operativen Aussichten des Konzerns von den Marktstrategen als robust eingeschätzt werden. Die voranschreitende Cloud-Transformation bleibt der wichtigste Wachstumstreiber, der das Unternehmen unabhängiger von zyklischen Konjunkturschwankungen machen soll.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die kurzfristige Schwäche der Aktie primär auf das volatile Marktumfeld zurückzuführen ist. Die strukturellen Vorteile, die Morgan Stanley in seiner Analyse hervorhebt, bleiben davon unberührt. Für langfristig orientierte Anleger könnte die aktuelle Bewertung daher eine interessante Perspektive bieten, sofern sich die geopolitische Lage stabilisiert und die anstehenden Tech-Quartalszahlen die Erwartungen des Marktes erfüllen.

Die langfristige SAP Analyse von Morgan Stanley unterstreicht, dass der Konzern dank seiner starken Marktpositionierung im Cloud- und KI-Bereich hervorragend für die Zukunft aufgestellt ist. Trotz der aktuellen Kursverluste im volatilen Marktumfeld überwiegen die fundamentalen Chancen gegenüber den Risiken. Für Anleger bleibt die Aktie ein Basisinvestment im europäischen Technologiesektor, dessen weitere Entwicklung maßgeblich von der erfolgreichen Fortführung der Cloud-Offensive abhängen wird.

Wie beeinflusst das die SAP SE-Aktie?

Um die langfristigen Perspektiven der Walldorfer besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die SAP Aktie im Check bezüglich ihrer Cloud-Transformation, die trotz des aktuellen makroökonomischen Gegenwinds in Europa neue Impulse liefern kann. Gleichzeitig zeigt die jüngste Entwicklung im gesamten Technologiesektor, wie schnell sich die Stimmung drehen kann, wie die beeindruckende Rallye nach dem Super Micro Computer Quartalsbericht eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Fazit

Fazit folgt.

Lam Research Quartalszahlen mit +24% Umsatz: KI-Boom treibt Aktie

Können die glänzenden neuen Zahlen von Lam Research den jüngsten Insider-Ausverkauf im Halbleiter-Sektor vergessen machen?

Erwähnte Aktien
LRCX
Aktuell 320,01$ -0,62% 22.07.26 16:00 Uhr MESZ
Lam Research Corporation

Warum überzeugen die Lam Research Quartalszahlen?

Im jüngsten Berichtsquartal, dem dritten Quartal 2026, konnte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen. Die Lam Research Quartalszahlen wiesen einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 1,47 USD aus, während der Markt im Konsens lediglich mit 1,36 USD gerechnet hatte. Dies entspricht einer positiven Überraschung von 0,11 USD je Aktie. Auch der Umsatz entwickelte sich hervorragend und kletterte auf 5,84 Milliarden USD – ein sattes Plus von 24 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Für das anstehende vierte Quartal 2026 zeigt sich das Management ebenfalls zuversichtlich und prognostiziert ein EPS in einer Spanne von 1,50 USD bis 1,80 USD. Diese starken Lam Research Quartalszahlen verdeutlichen, dass der Ausrüster massiv von den steigenden Investitionen führender Chip-Produzenten profitiert. Insbesondere die Produktion von modernen DRAM- und High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM), für die die Ätztechnologien des Konzerns unverzichtbar sind, treibt das Wachstum voran. Große Investmentgesellschaften wie NZS Capital betonen in diesem Zusammenhang die fundamentale Rolle des Unternehmens als unverzichtbarer Schlüsselzulieferer für die gesamte Halbleiterbranche.

Wie bewerten Analysten die Aktie von Lam Research?

Die starken Ergebnisse spiegeln sich auch in den jüngsten Einschätzungen führender Investmentbanken wider. Das Analysehaus Evercore ISI bestätigte seine „Outperform“-Einstufung und setzte das Kursziel auf 355 USD fest. Die Experten heben dabei die dominante Stellung im NAND-Segment hervor, wo das Unternehmen rund 37 % Marktanteil hält. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Evercore ISI ein Produktumsatzwachstum von 37 %, gefolgt von weiteren 32 % im Jahr 2027.

Noch optimistischer äußert sich Stifel mit einem Kursziel von 425 USD. Auch Mizuho, TD Cowen und Lynx sehen den fairen Wert bei jeweils 400 USD deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Needham sieht das Potenzial bei 390 USD, während B. Riley ein Kursziel von 375 USD ausgibt. Etwas zurückhaltender zeigen sich hingegen Goldman Sachs mit einem Kursziel von 290 USD und BNP Paribas Exane mit einer Einschätzung von 260 USD. Trotz dieser konservativeren Stimmen liegt der breite Analystenkonsens bei einem „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 360,51 USD. Dies zeigt, dass die Lam Research Quartalszahlen die Erwartungshaltung am Markt nachhaltig gestärkt haben.

Welche Risiken belasten den Halbleiter-Sektor?

Trotz der hervorragenden operativen Entwicklung und dem langfristigen Potenzial durch KI-Rechenkapazitäten, die bis 2030 auf 50 Gigawatt ansteigen könnten, gibt es auch Risikofaktoren. Marktbeobachter verweisen auf anhaltende Exportbeschränkungen im Handel mit China sowie die Gefahr von Budgetkürzungen bei einzelnen Großkunden. Zudem kam es zuletzt zu vermehrten Insiderverkäufen. In den vergangenen 90 Tagen veräußerten Führungskräfte Aktien im Gesamtwert von rund 33,8 Millionen USD. Unter anderem trennte sich Director Eric Brandt von Anteilen.

Dennoch bleibt das institutionelle Interesse extrem hoch: Zum Ende des ersten Quartals hielten 123 Hedgefonds Positionen an dem Unternehmen, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorquartal darstellt. Kurzfristige Marktkorrekturen, wie der Branchenausverkauf Anfang Juli, bei dem neben Lam Research auch Intel, Micron und NVIDIA temporär Federn lassen mussten, trüben das langfristig positive Gesamtbild der Branche kaum.

Zusammenfassend zeigen die jüngsten Lam Research Quartalszahlen, dass das Unternehmen hervorragend positioniert ist, um vom anhaltenden KI-Boom und der Erholung des Speichermarktes zu profitieren. Für langfristig orientierte Anleger bleibt die Aktie trotz kurzfristiger Schwankungen und Insiderverkäufe ein hochinteressantes Investment im Halbleitersektor. Die kommenden Quartale dürften zeigen, ob der technologische Vorsprung des Ausrüsters die ambitionierten Wachstumsziele der Analysten weiter anheizen kann.

Wie beeinflusst das die Lam Research Corporation-Aktie?

Fazit

Die jüngste Entwicklung wirft auch Fragen bezüglich der Nachhaltigkeit des Aufwärtstrends auf. Bereits vor einigen Tagen zeigten die Lam Research Zahlen einen deutlichen Kurssprung von über fünf Prozent, was die Sorgen über die jüngsten Insider-Verkäufe vorerst in den Hintergrund drängte. Gleichzeitig sorgt die gesamte Branche für Furore, wie das jüngste Super Micro Computer Quartal eindrucksvoll unter Beweis stellte und den Sektor mit einer spektakulären Kursrallye beflügelte.

Porsche Strategie treibt Aktie um +4%: Rallye nach Hochstufung

Kann die radikale neue Porsche Strategie den angeschlagenen Luxusautobauer sanieren und die Aktie jetzt dauerhaft beflügeln?

Erwähnte Aktien
P911
Aktuell 46,93€ +4,43% 22.07.26 15:45 Uhr MESZ
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Wie verändert die neue Porsche Strategie den Autobauer?

Der Aufsichtsrat der Porsche AG kommt am heutigen Mittwoch zusammen, um über ein richtungsweisendes Zukunftspaket zu entscheiden. Für den neuen Porsche-Chef Michael Leiters, der das Amt erst in diesem Jahr übernommen hat, steht viel auf dem Spiel. Im Kern der neuen **Porsche Strategie** steht eine Vollsanierung, die neben den bereits von Vorgänger Oliver Blume beschlossenen 3.900 Streichungen den Abbau von mehreren Tausend weiteren Stellen vorsieht. Um diesen drastischen Personalabbau sozialverträglich zu gestalten, plant Leiters den Arbeitnehmern stark entgegenzukommen. So soll die Beschäftigungssicherung für die deutschen Standorte bis Ende 2035 verlängert werden. Zudem bleibt die sogenannte „Steinkühlerpause“ für Bandarbeiter unangetastet, und die Homeoffice-Regelungen sollen mit bis zu acht Tagen mobilem Arbeiten im Monat wieder flexibler gestaltet werden. Im Gegenzug ist die Arbeitnehmerseite bereit, den tieferen Stellenabbau mitzutragen, der über die zuletzt diskutierten 4.000 Stellen hinausgehen könnte.

Welche Risiken birgt der Deal für Volkswagen und Audi?

Obwohl das geplante Paket dem Porsche-Chef intern den Rücken stärkt, birgt es erhebliche Sprengkraft für den gesamten Mutterkonzern. Im Aufsichtsrat der Porsche AG sitzen neben den Familien Porsche und Piëch auch Spitzenmanager der Volkswagen-Gruppe. Eine Standortgarantie bis zum Jahr 2035 bei der Tochtergesellschaft dürfte bei Volkswagen und Audi für Begehrlichkeiten sorgen, wo derzeit ebenfalls harte Sanierungsprogramme laufen. Ein solcher Präzedenzfall könnte den Sparkurs von Konzernchef Oliver Blume massiv erschweren. Zudem unterscheidet sich das ertragsstarke Luxussegment von Modellen wie dem Porsche 911 grundlegend vom Massenmarkt. Während eine Verknappung bei Luxusautos funktioniert, lässt sich diese **Porsche Strategie** nicht einfach auf Volumenmarken übertragen. Dennoch drängt Leiters auf eine schnelle Einigung, um den Kopf für drängende Produktentscheidungen wie die Zukunft des elektrischen Taycan freizubekommen. Am 7. Oktober soll die „Strategie 2035“ auf dem Kapitalmarkttag offiziell vorgestellt werden, bei der eine operative Rendite von zehn bis 15 Prozent angestrebt wird.

Warum stuft das Bankhaus Metzler die Aktie hoch?

Für frischen Optimismus an der Börse sorgt am Mittwoch eine fundamentale Neueinschätzung durch das Bankhaus Metzler. Der zuständige Analyst Daniel Schwarz stufte die Aktie der Porsche AG gleich um zwei Stufen von „Sell“ auf „Buy“ hoch und verdoppelte das Kursziel von bisher 31 Euro auf nun 64 Euro. Schwarz begründet diesen Schritt damit, dass Michael Leiters den Sportwagenhersteller erfolgreich in ein kleineres, aber deutlich profitableres Unternehmen umbaut. Trotz eines aktuell schwierigen Umfelds mit sinkenden Absatzzahlen und Schwächen im China-Geschäft könnte im Jahr 2027 ein leichter Volumenrückgang durch eine starke Preisgestaltung und konsequente Kostensenkungen überkompensiert werden. Sobald sich dieses Szenario abzeichnet, dürfte der Markt bereits die Rückkehr zu starkem Wachstum und noch höheren Erträgen im Jahr 2028 einpreisen.

Wir werden greifbar machen, wohin wir uns entwickeln.
— Michael Leiters
Fazit

Die Aktie der Porsche AG sendet mit dem heutigen Kurssprung ein kräftiges Lebenszeichen und schiebt sich im laufenden Jahr wieder ins Plus. Die von CEO Michael Leiters forcierte neue **Porsche Strategie** verbindet schmerzhafte Einschnitte beim Personal mit langfristigen Standortgarantien, was den Weg für eine nachhaltige Sanierung ebnen könnte. Für langfristig orientierte Anleger bietet der aktuelle Umbau bei gleichzeitigem Analysten-Lob eine spannende Turnaround-Story, deren Erfolg sich maßgeblich an der Umsetzung der Renditeziele bis zum Kapitalmarkttag im Oktober messen lassen muss.

Siemens Energy GE Vernova: 5% Einbruch nach enttäuschenden US-Zahlen

Zieht der US-Konkurrent GE Vernova die eigentlich starke Aktie von Siemens Energy jetzt dauerhaft mit in den Abwärtsstrudel?

Erwähnte Aktien
ENR
Aktuell 149,68€ -5,35% 22.07.26 15:14 Uhr MESZ
Siemens Energy AG

Warum belastet die Entwicklung von Siemens Energy GE Vernova?

Eigentlich deutete am Mittwochvormittag für die Aktionäre von Siemens Energy (ENR) alles auf einen freundlichen Handelstag hin. Die Aktie verzeichnete leichte Gewinne, gestützt von einer allgemein stabilen Marktstimmung. Doch pünktlich zur Mittagszeit wendete sich das Blatt dramatisch. Der US-amerikanische Mitbewerber GE Vernova präsentierte seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Obwohl die Amerikaner operativ in vielen Bereichen stark abschnitten, reagierte der Markt mit heftigen Kursabschlägen. Da die beiden Konzerne in direktem Wettbewerb stehen und die Bewertung des US-Riesen als Gradmesser für die gesamte Branche gilt, zog der Abverkauf in Übersee auch die deutschen Titel mit nach unten. Das Zusammenspiel von **Siemens Energy GE Vernova** verdeutlicht, wie eng die globalen Lieferketten und Marktsegmente im Bereich der Energietechnik miteinander verfolchten sind. Wenn der Branchenprimus in den USA strauchelt, bleibt auch der deutsche Leitindex-Wert nicht verschont. Die Marktteilnehmer realisieren, dass die extremen Bewertungsaufschläge der US-Konkurrenz auch für die europäischen Peers wie Siemens Energy ein zweischneidiges Schwert sind. Einerseits treiben sie die Kurse in einer Aufwärtsphase an, andererseits erhöhen sie die Fallhöhe bei kleinsten operativen Verfehlungen.

Welche Details der GE Vernova Bilanz schockieren die Anleger?

Beim genaueren Blick auf das Zahlenwerk wird schnell klar, wo der Schuh drückt. Der Umsatz von GE Vernova kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beachtliche 22 Prozent auf 11,1 Milliarden US-Dollar. Vor allem das Elektrifizierungsgeschäft lief mit einem organischen Plus von 29 Prozent hervorragend. Auch die Kraftwerkssparte glänzte dank einer robusten Nachfrage nach modernen Gasturbinen. Sorgen bereitet den Investoren jedoch das Windkraftgeschäft, das sowohl bei den Auftragseingängen als auch beim Umsatz schwächelte. Die enge Verbindung im Rahmen von **Siemens Energy GE Vernova** zeigt sich auch bei der Analyse der einzelnen Segmente. Diese Schwäche im Windsegment belastete folglich nicht nur die Amerikaner, sondern schickte auch die Aktie des Hamburger Windturbinenherstellers Nordex auf Talfahrt. Der Hauptpatzer lag jedoch auf der Ertragsseite: Mit einem Gewinn von 2,47 US-Dollar je Aktie verfehlte das Unternehmen die durchschnittlichen Analystenschätzungen um deutliche 0,71 US-Dollar. Zwar konnte der Nettogewinn auf 649 Millionen US-Dollar gesteigert werden, doch bei einer extrem ambitionierten Bewertung verzeiht der Markt keine Fehler. Die Aktie von GE Vernova war im Vorfeld heiß gelaufen, was nun zu einer klassischen Gewinnmitnahme führte.

Wie reagiert die Aktie von Siemens Energy auf den Dämpfer?

Die Enttäuschung über die US-Zahlen schwappte unmittelbar über den Atlantik. Die Aktie von Siemens Energy verlor im intraday Handel zeitweise über acht Prozent an Wert und notiert aktuell bei 149,68 Euro. Dies entspricht einem spürbaren Minus von 5,35 Prozent im Vergleich zum Vortageskurs von 158,14 Euro. Der plötzliche Kursrutsch zeigt, wie sensibel Investoren derzeit auf Margenschwächen im Sektor reagieren. Die Sorge, dass die Profitabilitätsprobleme im Windgeschäft, die Siemens Energy mit seiner Tochter Gamesa über Jahre hinweg selbst schmerzhaft spüren musste, auch global noch nicht vollständig gelöst sind, belastet die Stimmung. Dennoch betonen Marktbeobachter, dass die Auftragsbücher der gesamten Branche prall gefüllt sind. GE Vernova konnte seinen Auftragseingang um spektakuläre 88 Prozent auf 24,2 Milliarden US-Dollar steigern und hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Einige Analysten merkten an, dass die angehobene Prognose für den freien Cashflow auf 11,5 bis 12,5 Milliarden US-Dollar eigentlich ein starkes Signal ist. Dennoch reichte dies nicht aus, um die hohen Erwartungen der Marktteilnehmer zu erfüllen. Die aktuelle Korrektur bei **Siemens Energy GE Vernova** ist daher primär eine Bewertungsfrage und weniger ein Zeichen für eine strukturelle Branchenkrise.

Fazit

Der heutige Tag zeigt eindrucksvoll, wie stark die Kursentwicklung von **Siemens Energy GE Vernova** gekoppelt ist. Während die US-Zahlen kurzfristig für Gewinnmitnahmen und einen herben Dämpfer im deutschen Leitindex sorgen, bleibt der langfristige Megatrend der globalen Energiewende intakt. Für langfristig orientierte Anleger könnte die aktuelle Schwächephase bei Siemens Energy daher eine interessante Gelegenheit bieten, um die Aktie zu einem günstigeren Bewertungsniveau genauer unter die Lupe zu nehmen.

Airbus Mittelfristziele überzeugen: Aktie springt nach Rückkauf um 6%

Kann der europäische Luftfahrtriese mit seinen ambitionierten neuen Zielen die US-Konkurrenz jetzt endgültig und dauerhaft abhängen?

Erwähnte Aktien
AIR
Aktuell 207,15€ +6,45% 22.07.26 14:44 Uhr MESZ
Airbus SE

Welche Airbus Mittelfristziele treiben den Gewinn?

Auf einer Investorenveranstaltung in London präsentierte Konzernchef Guillaume Faury die neuen Pläne für die kommenden Jahre. Bis zum Jahr 2029 strebt der weltgrößte Flugzeugbauer einen bereinigten operativen Gewinn (Ebit) von 12 bis 13 Milliarden Euro an. Zum Vergleich: Für das laufende Jahr 2026 peilt Airbus SE unverändert ein bereinigtes Ebit von rund 7,5 Milliarden Euro an. Die neuen Airbus Mittelfristziele verdeutlichen, dass das Management trotz der aktuellen Herausforderungen in den globalen Lieferketten von einer anhaltend robusten Nachfrage nach Passagier- und Frachtflugzeugen ausgeht.

Um diese enorme Nachfrage zu bedienen, fährt der Konzern die Produktion in allen Bereichen hoch. Insbesondere die margenstarke A320neo-Familie steht im Fokus, deren Produktion bis 2027 auf monatlich 70 bis 75 Maschinen steigen soll. Auch für den kleineren A220 gibt es einen klaren Fahrplan: Dieser soll im Jahr 2028 bei einer monatlichen Fertigung von 13 Flugzeugen die Gewinnschwelle erreichen. Zusätzlich prüft der Konzern die Entwicklung einer nochmals verlängerten Version des Langstreckenjets A350, um der steigenden Nachfrage nach Großraumflugzeugen gerecht zu werden. Eine endgültige Entscheidung über diesen sogenannten “Stretch” steht laut Finanzvorstand Thomas Toepfer allerdings noch aus.

Wie reagieren Analysten auf die Airbus-Pläne?

Die Reaktionen am Finanzmarkt fielen überaus positiv aus. Zahlreiche Analysten hoben nach der Bekanntgabe ihre Kursziele an. David Perry von der US-Bank JPMorgan erhöhte sein Kursziel für die Airbus-Aktie von 240 auf 245 Euro und bestätigte die Einstufung “Overweight”. Er betonte, dass die neuen Airbus Mittelfristziele genau das geliefert hätten, was für eine nachhaltige Erholung der Aktie notwendig sei.

Auch Christophe Menard von Deutsche Bank Research zeigte sich überzeugt und schraubte sein Kursziel von 226 auf 232 Euro nach oben, bei einer unveränderten “Buy”-Einstufung. Die kanadische Bank RBC erhöhte das Ziel durch Analyst Ken Herbert von 215 auf 225 Euro mit dem Rating “Outperform”. George McWhirter von der Berenberg Bank hob das Kursziel von 190 auf 205 Euro an, beließ die Einstufung jedoch auf “Hold”. Etwas vorsichtiger äußerte sich das Analysehaus Jefferies: Analystin Chloe Lemarie beließ die Einstufung auf “Hold” mit einem Kursziel von 200 Euro und bezeichnete die Ziele als konservativ, was jedoch Raum für positive Überraschungen lasse.

Was bedeutet der Aktienrückkauf für Anleger?

Ein besonderer Paukenschlag war die Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms. Der Verwaltungsrat hat genehmigt, in den kommenden drei Jahren eigene Anteile im Wert von fünf Milliarden Euro zurückzukaufen. Ian Douglas-Pennant von der Schweizer Großbank UBS, die die Aktie mit einem Kursziel von 236 Euro auf “Buy” belässt, wies darauf hin, dass die Anleger diesen Schritt in diesem Umfang und zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Schirm hatten. Durch den Rückkauf sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien, was den Gewinn je Aktie rechnerisch erhöht.

Holger Schmidt von der DZ Bank betonte, dass die Kombination aus dem Rückkaufprogramm und den operativen Zielen attraktive Wachstumsraten und eine steigende Profitabilität impliziert. Für das Jahr 2026 bestätigte das Management zudem die Auslieferung von rund 870 Verkehrsflugzeugen, womit der bisherige Rekord aus dem Jahr 2019 übertroffen werden soll. Während der US-Rivale Boeing weiterhin mit operativen und regulatorischen Problemen kämpft, festigt der europäische Marktführer seine Position. Auch Zulieferer wie MTU Aero Engines profitieren von der starken Dynamik und legten im Windschatten der Airbus-Rally deutlich zu.

Unser aktueller Kurs befeuert profitables Wachstum und sorgt für einen Mehrwert für unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden, unsere Partner und nicht zuletzt auch für unsere Anteilseigner.
— Guillaume Faury
Fazit

Die neu formulierten Airbus Mittelfristziele in Verbindung mit dem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm unterstreichen die hervorragende Marktposition des Luftfahrtriesen. Für langfristig orientierte Anleger bietet die Aktie dank der soliden Bilanz und der prall gefüllten Auftragsbücher weiterhin ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Wenn es dem Konzern gelingt, die Engpässe in den Lieferketten zügig zu überwinden, steht einer Fortsetzung des dynamischen Aufwärtstrends und dem Erreichen neuer Rekordhochs kaum etwas im Weg.

Super Micro Computer Quartal: Aktie explodiert um 28% nach Rekord

Kann der spektakuläre Margen-Sprung bei Super Micro Computer die tiefen Sorgen der Anleger nachhaltig vertreiben?

Erwähnte Aktien
SMCI
Schlusskurs 30,52$ +28,07% 22.07.26 01:44 Uhr MESZ
Super Micro Computer, Inc.

Warum überrascht das Super Micro Computer Quartal die Märkte?

Der Hauptgrund für den massiven Kurssprung liegt in den vorläufigen Ergebnissen für das vierte Geschäftsviertel. Das Unternehmen vermeldete einen rekordverdächtigen Auftragsbestand von über **60 Milliarden US-Dollar**. Diese enorme Summe belegt eindrucksvoll, dass der weltweite Boom rund um KI-Infrastruktur und modulare Rechenzentrumslösungen ungebrochen anhält.

Besonders die Profitabilität des Konzerns verblüffte die Marktteilnehmer. Für das abgelaufene **Super Micro Computer Quartal** stellt das Management eine Bruttomarge nach GAAP und bereinigt von **15 bis 17 Prozent** in Aussicht. Dies entspricht nahezu einer Verdopplung der bisherigen Prognose, die lediglich bei mageren 8,2 bis 8,4 Prozent gelegen hatte. Laut Konzernangaben ist diese erhebliche Verbesserung auf einen deutlich günstigeren Produkt- und Kundenmix zurückzuführen. Zuvor hatte das Unternehmen zugunsten von Marktanteilen auf Marge verzichtet. So lag die Bruttomarge im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 noch bei historisch niedrigen 6,3 Prozent, bevor sie sich im dritten Quartal leicht auf 9,9 Prozent erholen konnte. Die neuen Zahlen zeigen nun, dass Super Micro Computer seine Preissetzungsmacht eindrucksvoll zurückgewonnen hat.

Welche Schattenseiten offenbart das Super Micro Computer Quartal?

Trotz der Euphorie über die explodierenden Margen gab es auch einen kleinen Wermutstropfen in den vorläufigen Daten. Der Umsatz für das Ende Juni abgeschlossene vierte Geschäftsquartal wird voraussichtlich am unteren Ende der prognostizierten Spanne von **11 bis 12,5 Milliarden US-Dollar** liegen. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von rund 11,67 Milliarden US-Dollar gerechnet.

Dass die Aktie dennoch derart stark zulegt, zeigt jedoch, dass die Anleger den Fokus klar auf die Profitabilität und das langfristige Wachstumspotenzial richten. Der gigantische Auftragsbestand von über 60 Milliarden US-Dollar soll in den kommenden Quartalen abgearbeitet werden, was eine hervorragende Auslastung sichert. Die Partnerschaften mit namhaften Branchengrößen laufen ebenfalls auf Hochtouren. So arbeitet Super Micro Computer unter anderem eng mit SpaceX von Elon Musk zusammen, um ein neues Gigawatt-KI-Rechenzentrum zu realisieren. Diese strategische Transformation vom reinen Hardware-Lieferanten zum führenden Komplettanbieter für KI-Rechenzentren trägt nun sichtlich Früchte.

Wie reagieren die Anleger auf die jüngste Entwicklung?

Die Rallye markiert eine dringend benötigte Stimmungswende. Seit ihrem Höchststand Anfang Juni hatte das Papier zeitweise fast die Hälfte seines Wertes verloren. Belastet wurde der Kurs in den vergangenen Wochen vor allem durch Pläne für eine milliardenschwere Eigenkapitalfinanzierung, die unter den Aktionären Sorgen vor einer massiven Verwässerung ihrer Anteile geschürt hatte. Die neuen operativen Erfolge drängen diese Ängste nun vorerst in den Hintergrund.

Auch der breitere Technologiesektor profitiert von den positiven Impulsen. So verzeichneten Chipwerte und KI-ETFs am Dienstag und Mittwoch spürbare Kursgewinne, da die Zahlen von Super Micro Computer als Gradmesser für die gesamte Branche gelten. Die vollständigen und geprüften Finanzdaten für das vierte Geschäftsquartal wird das Unternehmen am **11. August 2026** vorlegen. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben, doch die Richtung zeigt dank der verbesserten fundamentalen Kennzahlen wieder klar nach oben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das jüngste **Super Micro Computer Quartal** die Trendwende für den Server-Spezialisten eingeläutet hat. Für Anleger bedeutet die verdoppelte Marge eine enorme Erleichterung, da sie die Sorgen um die Profitabilität des KI-Geschäfts vorerst komplett entkräftet. Die kommenden Wochen bis zur finalen Zahlenpräsentation im August werden zeigen, ob die Aktie ihre Gewinne nachhaltig verteidigen und den Aufwärtstrend fortsetzen kann.

Wie geht es mit der Super Micro Computer-Aktie weiter?

Fazit

Der jüngste Kurssprung steht in starkem Kontrast zu den Ereignissen der Vorwoche, als das Super Micro Computer Quartal enttäuschte und die Aktie aufgrund von Umsatzsorgen kurzzeitig Federn lassen musste. Wer neben dem volatilen Hardware-Sektor nach weiteren dynamischen Wachstumschancen im Tech-Bereich sucht, für den könnte auch der Krypto-Sektor interessant sein, wo jüngst der Robinhood Blockchain Boom für Furore und einen deutlichen Kurssprung der Aktie sorgte.